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Donnerstag, 2018-11-15

Bannerausstellung Die Rückkehr des Wolfes nach NRW

Die Rückkehr des Wolfes nach NRW

Seit heute informiert die NABU-Bannerausstellung aus dem Wolfsprojekt im Rathaus Schermbeck über den Wolf

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Düsseldorf/Schermbeck – Die Rückkehr des Wolfes nach NRW beschäftigt zurzeit nicht nur Weidetierhalter. Viele Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, was die Rückkehr des Wildtieres für sie als Spaziergänger, Pilzsammler oder Hundehalter bedeutet und wie sie sich zukünftig in ausgewiesenen Wolfsgebieten richtig verhalten. Der NABU nimmt diese Ängste und Sorgen ernst und hat deshalb kurzfristig zusammen mit der Gemeinde Schermbeck beschlossen, die Bannerausstellung aus dem von der Stiftung und Entwicklung NRW geförderten Umweltbildungsprojekt „Die Rückkehr des Wolfs nach NRW“ für zwei Wochen im Schermbecker Rathaus zu zeigen, um gezielt und im Wolfsgebiet über das Wildtier zu informieren.

Bannerausstellung „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“
15. Oktober 2018 – 28. Oktober 2018
im Foyer des Rathauses der Gemeinde Schermbeck


Gleichzeitig bietet der NABU NRW an, Wolfs-Experten als Referenten an Schulen, KITAs und Kindergärten zu vermitteln. Anfragen hierzu können direkt an den NABU NRW unter info@nabu-nrw.de gestellt werden.
Als Ergänzung hierzu bietet sich der Workshop „Der Wolf macht Schule“ am 17. November in Recklinghausen an, in dem die Rückkehr des Wolfes als interaktives Unterrichtsbeispiel thematisiert wird.

Anmeldungen zum Workshop nimmt ebenfalls der NABU NRW bis zum 2. November unter der Telefonnummer  0211 159251-0 oder per Mail info@nabu-nrw.de entgegen.

Für Rückfragen:

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“,

Tel: 0211-15925145, Mail: katharina.stenglein@nabu-nrw.de

Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschusses Wolf, Mobil: 0170 2158624, Mail: t.pusch@nrw-wolf.de

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Mail:B.Koenigs@NABU-NRW.de


Der Wolf macht Schule

NABU-Workshop für Pädagoginnen und Pädagogen am 17. November 2018 in Recklinghausen

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Düsseldorf/Recklinghausen – Die Rückkehr des Wolfes nach NRW beschäftigt zurzeit nicht nur Weidetierhalter. Viele Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, was die Rückkehr des Wildtieres für sie als Spaziergänger, Pilzsammler oder Hundehalter bedeutet und wie sie sich zukünftig in ausgewiesenen Wolfsgebieten richtig verhalten. Informationen über den Wolf, seine Biologie, sein Verhalten sowie den richtigen Umgang mit dem Wildtier Wolf ist für den NABU daher wichtig, damit ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Mensch und Wolf auch in NRW möglich ist. Der NABU fängt hier bei den Jüngsten an: Insbesondere in Schulen wird leider noch allzu häufig ein von der Wissenschaft längst überholtes Wolfsbild vermittelt. Grund sind oft veraltete Biologiebücher, in denen beispielsweise weiterhin von „Alphawölfen“ die Rede ist - die aber gibt es nur im Gehege. Hier setzt der Landesfachausschuss Wolf des NABU NRW mit modernen, zielgruppengerechten Unterrichtsmaterialien und -Konzepten an und lädt ein, zum

Workshop „Der Wolf macht Schule“

am 17. November 2018 nach Recklinghausen

Der eintägige Workshop richtet sich in erster Linie an Pädagoginnen und Pädagogen, die die Rückkehr des Wolfes im Grundschulunterricht sowie in den Kindergärten/Kitas thematisieren wollen. Im ersten, theoretischen Teil, steht das Basiswissen zum Wildtier Wolf im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden Anregungen vermittelt, wie der Wolf in den schulischen Alltag integriert werden kann. Im zweiten Teil des Workshops geht es dann aktiver zu. An verschiedenen interaktiven Stationen wird aufgezeigt, welche Tätigkeiten im Unterricht praktisch mit Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden können. Ziel dieser Übungen ist es, den Lerneffekt spielerisch zu erhöhen. In den verschiedenen Modulen werden Bastel- und Spieletipps ebenso vermittelt, wie Spurenkunde durch Herstellung eigener Abdrücke. Auch Elemente des von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW geförderten Umweltbildungsprojektes zur Rückkehr des Wolfes nach NRW werden vorgestellt.

Anmeldungen zum Workshop nimmt die NABU-Landesgeschäftsstelle NRW bis zum 2. November unter der Telefonnummer  0211 159251-0 oder per Mail info@nabu-nrw.de entgegen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Tagungsgebühr in Höhe von 15 Euro ist vor Ort bar zu entrichten und inkludiert alle Getränke und ein Mittagessen.

Die Teilnahme kann auf Wunsch durch ein Zertifikat bestätigt werden.

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschusses Wolf, Mobil: 0170 2158624, Mail: t.pusch(at)nrw-wolf(dot)de

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail:B.Koenigs@NABU-NRW.de


NABU begrüßt Ausweisung des ersten Wolfsgebietes in Nordrhein-Westfalen

Unterstützung für Präventionsmaßnahmen wichtiges Signal für Weidetierhalter | Tipps für das richtige Verhalten bei unerwarteten Wolfsbegegnungen
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Düsseldorf – Bisher galt NRW als Wolfserwartungsland. Seit heute hat Nordrhein-Westfalen nun das erste Wolfsgebiet, das Teile des Kreises Wesel, Kleve, Borken und Recklinghausen sowie der Städte Bottrop und Oberhausen umfasst. „Der NABU begrüßt die zügige Ausweisung des Wolfsgebietes in Nordrhein-Westfalen“, erklärte dazu Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Dies sei ein wichtiges Signal für Weidetierhalter in der Wolfsregion. Sie haben so jetzt doch die Möglichkeit, aber auch die Pflicht, ihre Tiere mit vom Land geförderten Herdenschutzmaßnahmen vor Übergriffen durch den Wolf zu bewahren.

Denn nur  diese Unterstützung des Landes und die transparente Aufklärung über alle Risse in einer Region, die nun auf der neuen Homepage des Landes zum Wolf ebenfalls zeitnah zu finden sein werden, schaffe die Voraussetzung für eine weitere Akzeptanz für die Rückkehr des Wolfes. „Hier lässt sich dann zukünftig auch deutlich nachvollziehen, welche Risse tatsächlich auf Kosten des Wolfes gehen“, so Tumbrinck weiter. Denn noch lange nicht jeder Riss sei dem Wolf zuzuschreiben. Kritisch bewerte der NABU die Beschränkung der Finanzierung präventiver Herdenschutzmaßnahmen zunächst auf Schaf- und Ziegenhalter sowie Wildgehege. Präventiver Herdenschutz müsse für alle Weidetierhalter uneingeschränkt möglich sein.

Mit Blick auf die Ängste der Bevölkerung vor dem Wolf im ersten nordrhein-westfälischen Wolfsgebiet, ruft Katharina Stenglein, Leiterin des Wolfprojektes des NABU NRW, noch einmal zur Besonnenheit auf. Begegnungen mit dem Wolf seien eher unwahrscheinlich. Sollte es doch einmal zu einer unerwarteten Begegnung kommen, sollte man nicht weglaufen, sondern stehen bleiben und dem Wolf die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen. Umgekehrt könne auch der Mensch, den Abstand zum Wolf durch langsames Zurückziehen vergrößern. Dabei sollte man den Wolf im Blick behalten. Auf keinen Fall sollte man die Tiere anlocken, versuchen anzufassen oder verfolgen. Stenglein: „Hundehalter müssten sich allerdings etwas stärker umgewöhnen. Sie sollten in ausgewiesenen Wolfsgebieten ihr Tiere nun grundsätzlich an der Leine führen.“

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man auch nach wie vor auf der Homepage des Landesfachausschusses Wolf im NABU NRW: https://www.nrw-wolf.de/

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624

Gudrun Maxam, Sprecherin LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0151 236 58 336

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

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NABU: Erstes Wolfsgebiet in Wesel?

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 64/18 | 21. September 2018

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NABU: Erstes Wolfsgebiet in Wesel?

Der NABU NRW fordert nun ein schnelles und effektives Management und gibt Tipps für das richtige Verhalten bei unerwarteten Wolfsbegegnungen
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Düsseldorf – Bisher galt NRW als Wolfserwartungsland. Nun häufen sich die Nachweise vor allem im Kreis Wesel. Ob dies nun als erstes Wolfsgebiet in NRW deklariert wird, hängt davon ab, ob die für dieses Gebiet innerhalb eines halben Jahres erfolgten Wolfsnachweise einem Individuum zugeordnet werden können. Bislang macht es den Anschein, dass dies im Kreis Wesel so sein könnte. Der NABU NRW rechnet schon länger damit, dass sich in NRW Wölfe auch dauerhaft niederlassen. Vermutlich wird dies in NRW nicht flächendeckend geschehen. Aber auch einzelne Tiere können bei Spaziergängern und Eltern Sorgen auslösen und stellen besonders Weidetierhalter vor zusätzliche Aufgaben.

„Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nehmen wir sehr ernst“, erklärt Katharina Stenglein, Leiterin des Wolfprojektes des NABU NRW, das mit einer Ausstellung seit zwei Jahren durch NRW tourt, und ruft zur Besonnenheit auf. „Gesunde Wölfe, die nicht provoziert oder angefüttert werden, stellen für den Menschen in der Regel keine Gefahr dar. Seit dem Jahr 2000 – seitdem es Wölfe wieder in Deutschland gibt – hat es keine Situation gegeben, bei der sich freilebende Wölfe aggressiv gegenüber Menschen verhalten haben.“

Zudem brauchen Wölfe keine Wildnis. „Sie leben mit uns in der Kulturlandschaft. Bei einer Reviergröße von 200 bis 300 Quadratkilometern liegen immer Ortschaften und Gehöfte im Wolfsrevier. Daher ist eine Wolfssichtung in der Nähe von Siedlungen an sich nichts Ungewöhnliches“, so Stenglein weiter. Bei ihrer Wanderung würden sie oftmals den bequemsten Weg wählen und der könne schon mal mitten durch eine Siedlung gehen. Für unerwartete Wolfsbegegnungen gibt die NABU-Wolfsexpertin daher folgende Verhaltenstipps:  

  • Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben und beobachten
  • Dem Wolf die Möglichkeit geben sich zurückzuziehen und wie zu anderen Wildtieren auch, respektvoll Abstand halten
  • Wer den Abstand zum Wolf vergrößern möchte, sollte sich langsam mit Blickrichtung zum Tier zurückziehen
  • Wölfe reagieren auf lautes Ansprechen und einer breitbeinigen, erhobenen Position, evtl. mit über dem Kopf erhobenen Armen, und ziehen sich zurück.
  • Hunde sollten in Wolfsgebieten angeleint werden
  • Auf keinen Fall sollte man die Tiere anlocken, versuchen anzufassen oder verfolgen
  • Wölfe niemals füttern!

„Für Weidetierhalter, insbesondere Schäfer, stellt der Wolf eine weitere Unsicherheit im Alltag dar. Deshalb muss der Managementplan sowie die Förderrichtlinie zum Wolf in NRW so überarbeitet werden, dass Präventionsmaßnahmen nun auch im Verdachtsfall einer dauerhaften Ansiedlung gefördert werden“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Auch müsse der Förderungskatalog überarbeitet werden. Es sei zwar erfreulich, dass NRW eine Förderrichtlinie besitzt, deren Inhalte bei der Kompensation von Weidetierrissen durch den Wolf teilweise über das hinausgeht, was in anderen Bundesländern gezahlt wird, doch zeigt die Praxis, dass Weidetiere nach einem Wolfsübergriff durchaus auch zur Traumatisierung neigen, was den Umgang mit ihnen deutlich erschwert und somit einen zeitlichen Mehraufwand für die Weidetierhalter bedeutet.

Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf in NRW ergänzt: „Es ist gut, dass man sich auf politischer Seite bereits Gedanken macht, wie der Missstand bei Kompensationszahlungen bundeseinheitlich umgangen werden kann. Das reicht aber nicht aus. NRW muss seine Wolfsausgleichzahlungen nun möglichst rasch entsprechend den Vorgaben aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein anpassen“. Oberste Priorität hätte dabei die  grundsätzliche Verbesserung der Situation der extensiven Weidetierhalter. Eine Art „Frühwarnsystem “ durch das Land sei hier zusätzlich sinnvoll. Gemeldete Wolfsrisse müssten zudem deutlich schneller als bisher online dokumentiert werden.

„Nicht nur die Betroffenen sondern alle Weidetierhalter müssen frühzeitig informiert werden, um  Präventionsmaßnahmen rechtzeitig umzusetzen oder bestehende gründlich überprüfen zu können“, so Pusch weiter. Präventionsmaßnahmen dürften zudem nicht pauschal getroffen werden, sondern müssen auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt werden. Das fachlich gut umgesetzter, auf die jeweilige Tierart und das Gebiet abgestimmter Herdenschutz, funktioniere, könne man täglich in den weltweiten Wolfsgebieten feststellen. Er muss aber vor Ort auch leistbar werden. Und genau hier ist eine Unterstützung der Weidetierhalter unerlässlich.

Aus aktuellem Anlass stellt der Landesfachausschuss Wolf zwei leistungsstarke Netzgeräte mit Batterie zur Verfügung, die im Laufe der nächsten Woche in den Kreis Wesel gebracht werden, um sie dort an Weidetierhalter zu verleihen. Komplette Notfall-Sets können beim NABU oder von Landdesseite bei dem Landesbetrieb Wald und Holz in NRW entliehen werden. Des weiteren wird der NABU NRW seine Tätigkeiten und Öffentlichkeitsarbeit in den entsprechenden Landkreisen nun verstärken, um die Sorgen und Ängste aus der Bevölkerung aufzunehmen und über den Umgang mit dem Wolf zu informieren.

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624

Gudrun Maxam, Sprecherin LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0151 236 58 336

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail:B.Koenigs@NABU-NRW.de

NABU NRW lädt zum 2. Herdenschutztag nach Jülich

Wolf / Herdenschutz

NABU NRW lädt zum 2. Herdenschutztag nach Jülich

Fachgerechter Herdenschutz ist der beste Wolfsschutz |  NABU-Stiftungsfonds Wolf unterstützt Weidetierhalter bei Präventionsmaßnahmen

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Düsseldorf/Aachen – Nach wie vor ist Nordrhein-Westfalen Wolfserwartungsland, d.h. bisher hat sich hier kein Rudel niedergelassen. Allerdings hat sich die Zahl der durchziehenden Wölfe in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Da auch diese zu Verlusten in der Weidetierhaltung führen können und präventiver Herdenschutz die beste Vorbereitung der Weidetierhalter auf die Anwesenheit von Wölfen darstellt, lädt der NABU NRW am 29. und 30. September zum 2. Herdenschutztag in den Brückenkopfpark nach Jülich. „Guter Herdenschutz hilft nicht nur Weidetiere vor dem Wolf zu schützen, er erhöht auch die Akzeptanz der Weidetierhalter für die Anwesenheit von Wölfen“, erklärt Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschusses (LFA) Wolf im NABU NRW. Beides sei im Interesse des NABU.

Die Präsenz von Wölfen sei für Weidetierhalter oft mit höheren Kosten, z.B. für wolfsabweisende Zäunungen, erforderlich gewordene Betriebsumstellungen sowie einen Mehraufwand an Arbeitsleistung verbunden. Deshalb stehe der Samstag ganz im Zeichen der fachlichen Information und professionellen Beratung der Weidetierhalter. So präsentieren unter anderem Zaunhersteller ihre Zäune zur Wolfsabwehr und demonstrieren deren korrekten Aufbau, ein Versicherungsexperte informiert die Weidetierhalter, was es rund um den Versicherungsschutz beim Thema Wolf zu beachten gibt. Ein Schäfer führt die Arbeit mit Herdenschutzhunden vor. Der Sonntag ist Familientag. Hier stellen sich die NABU-Wolfsexperten den Fragen der Bevölkerung und informieren rund um das Thema Wolf, seine Biologie und Lebensweise sowie den aktuellen Stand der Wolfssichtungen in NRW. Programmhighlights sind die Wolfsrallye durch den Tierpark und  eine Zeichenstunde mit Thorsten Hardel, dem bekannten Cartoonisten.

Damit zukünftig ein Miteinander von Wolf, Nutztier und Mensch möglichst konfliktfrei gelingt, setzt der NABU sich schon seit längerem für einen intensiven Dialog mit Nutztierhaltern, Politikern, Jägern und weiteren Interessierten und Betroffenen ein. Zur Unterstützung dieses Prozesses hat der NABU zusammen mit dem LFA Wolf neben dem Herdenschutztag in diesem Jahr den Stiftungsfonds ´Rückkehr des Wolfes´ gegründet. „Denn trotz Schutzmaßnahmen kann es auch zukünftig zu Verlusten kommen“, so der NABU-Wolfsexperte.

Das Land stelle zwar Entschädigungen im nachgewiesenen Schadensfall bereit, finanzielle Unterstützung für Präventionsmaßnahmen gebe es aber erst nach Ausweisung eines Wolfsgebietes mit stationärem Wolfsrudel oder territorialem Einzeltier. Weidetierhalter, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt in Nordrhein-Westfalen Präventionsmaßnahmen umsetzen wollen, gingen dagegen leer aus. Hier bietet der NABU NRW gemeinsam mit seiner Stiftung Naturerbe NRW und dem neuen Fonds zukünftig unkompliziert Hilfe an. Pusch: „Aus anderen europäischen Ländern wissen wir, dass ein Miteinander von Mensch, Wolf und Nutztier möglich ist. Dass dies nach 150 Jahren auch wieder in NRW gelingt, ist unser vorrangiges Ziel.“

Mehr zum neuen Stiftungsfonds ´Rückkehr des Wolfes´unter https://nrw.nabu.de/spenden-und-mitmachen/stiftung-naturerbe/fonds/24285.html.

Mehr zum NABU-Bildungsprojekt „Rückkehr des Wolfes nach NRW“ unter

https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt

Ausführliche Informationen zum Wolf in NRW unter www.willkommen-wolf-in-nrw.de  oder www.nrw-wolf.de  

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher des LFA Wolf, Tel.: 05202 5416, mobil: 0170 21 58 624

Dr. Gudrun Maxam, Sprecherin LFA Wolf, mobil: 0151 236 58 336

Dr. Anke Valentin, Vorsitzende der NABU-Stiftung Naturerbe NRW, mobil: 0157 766 10 198

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


Heimkehrer Wolf, wie bereiten wir uns besser vor?

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 69/17 | 30. November 2017

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Heimkehrer Wolf – wie bereiten wir uns besser vor?

NABU diskutiert mit Vertretern aus Politik, Landwirtschaft, Jagd und Bevölkerung Chancen, Risiken und Lösungen für eine möglichst konfliktarme Rückkehr des heimischen Beutegreifers
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Düsseldorf/Hattingen –  Der Wolf ist zurück in Deutschland. Damit einher kommen in der Bevölkerung, aber auch bei Weidetierhaltern Ängste auf: Wie gehen wir mit dem Heimkehrer Wolf um? Kann man noch unbeschwert in den Wald gehen? Welcher Mehraufwand entsteht für Weidetierhalter und wie können sie ihre Tiere effektiv schützen? Der NABU NRW nimmt die Ängste und Sorgen der Bevölkerung und der vom Wolf direkt betroffenen Interessengruppen ernst und hat deshalb für heute Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Jagd zur Podiumsdiskussion in die Stadtbibliothek nach Hattingen geladen. Dort wird derzeit die von der Stiftung Umwelt und Entwicklung geförderte Wanderausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW gezeigt.

Kehrt der Wolf zurück wird unter anderem die extensive Weidetierhaltung als besonders naturverträgliche Form der Landnutzung vor Herausforderungen gestellt. Auch unabhängig von der Wolfsdebatte benötigen Weidetierhalter dringend zukunftsfähige Perspektiven. Eine zusätzliche Belastung, wie sie die Rückkehr des Wolfes darstellen kann, muss daher aufgefangen werden. Mit Blick auf die aktuelle nordrhein-westfälische Ausrichtung im Umgang mit dem Rückkehrer Wolf nehmen der Bundes- wie der Landesverband Berufsschäfer, der Schafzuchtverband NRW, der NABU NRW, das Landesumweltministerium und der Landesjagdverband Stellung zu potenziellen Konflikten mit dem Rückkehrer Wolf - aber viel wichtiger - den möglichen Lösungen dieser Konflikte.

„Die Wölfe werden über das Monitoring des Landes eng beobachtet. Seit Rückkehr der Wölfe nach Deutschland hat es hier keinen einzigen Fall gegeben, in dem sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hat; es ist also weiter kein Problem Sontags im Wald spazieren zu gehen“, so Josef Tumbrinck Vorsitzender des NABU NRW. Dennoch gälte es, die allgemeinen Verhaltensregeln im Umgang mit Wildtieren einzuhalten und Wölfe beispielsweise nicht zu füttern.

„Nicht nur der Wolf, sondern auch die Schäfer sind vom Aussterben bedroht. Die Rückkehr des Wolfes verschärft die Existenzkrise der ökologisch unverzichtbaren Weidetierhaltung. Beider Überleben hängt vom Willen der Gesellschaft ab, den Erhalt unserer Arten und Landschaften nicht nur zu fordern, sondern auch zu finanzieren“, erklärt Andreas Schenk vom Bundesverband Berufsschäfer.

"Zurzeit gibt es keine sesshaften Wölfe oder Wolfrudel in NRW. Dennoch bereiten wir uns auf einen solchen Fall vor. Dabei wollen wir die Bewahrung der Weidewirtschaft mit all ihrer kulturhistorisch gewachsenen Artenvielfalt in den Vordergrund stellen. Deswegen stehen wir in einem engen Austausch mit den Bundesländern, in denen es bereits jetzt dauerhaft Wölfe gibt, wie z.B. Niedersachsen, Sachsen oder Brandenburg. NRW begrüßt daher die Beschlüsse der kürzlich in Potsdam stattgefundenen 89. Umweltministerkonferenz zum Thema Wolf, denn für den Umgang mit dem Wolf benötigen wir ein bundeseinheitlich abgestimmtes Vorgehen", sagt Peter Schütz vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Die Ausbreitung des Wolfes nach Nordwesten wird über kurz oder lang auch eine Besiedlung in NRW einleiten. Damit der Wolf eine Chance in Nordrhein-Westfalen hat, muss seine Akzeptanz bei der Bevölkerung erreicht werden. Dies setzt Akzeptanz, Ehrlichkeit und Offenheit zwischen allen Beteiligten voraus. Die Argumente der ländlichen Bevölkerung müssen ernst genommen werden. Dies gilt auch für die berechtigten Anliegen der Jägerschaft natürliche Ressourcen nutzen zu wollen. Der Landesjagdverband will dazu seinen Beitrag leisten“, so Gregor Klar.

Nordrhein-Westfalen gilt als Wolfserwartungsland. In diesem Jahr gelangen bisher sieben Nachweise von insgesamt bis zu drei wandernden Wölfen. Es handelt sich bislang immer um einzelne Tiere, die ein oder mehrfach nachgewiesen wurden, deren Spur sich dann aber verläuft. Territoriale Einzeltiere oder Rudel gibt es nicht. Gerade in den kommenden Wochen und Monaten bis in den Frühsommer 2018 rechnet der NABU mit weiteren Nachweisen durchziehender Wölfe in NRW.

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wolfsprojekt/

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936

Andreas Schenk, Sprecher des Bundesverbands Berufsschäfer in NRW, mobil: 0152 345 627 09

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


Thüringen Wolfshybriden, Nabu Statement

die in und um den Militärplatz Ohrdruf in Thüringen seit dem Jahr 2014 residente Wolfsfähe hat nachweislich sechs Wolf-Hund Mischlinge zur Welt gebracht. Das bestätigte nun das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) in Folge von Untersuchungsergebnissen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.thueringen.de/th8/tmuen/aktuell/presse/101048/index.aspx

Zur Bewertung standen genetische Proben und Tag- sowie Nachtaufnahmen von Fotofallen zur Verfügung.

Die Verpaarung eines Wolfes mit einem Hund passiert äußerst selten und ist eine absolute Notlösung. Wölfe sind monogam und suchen einen Wolfspartner für das ganze Leben und wählen Hunde nur dann als Fortpflanzungspartner, wenn kein anderer Wolf für die Paarung zur Verfügung steht.

Aus Artenschutzgründen sind Wolfshybriden eine Gefährdung für die genetische Integrität der Wolfspopulation. Deshalb steht der NABU für die Entnahme von Mischlingen. Der NABU versteht dies als unausweichliche Maßnahme im Rahmen des Wolfsmanagements, da die Gehegehaltung von frei in der Natur geboren und aufgewachsenen Tieren nicht tierschutzkonform ist. Der Fang und Sterilisation der Mischlinge ist keine Lösung: Das Wildtier Wolf soll nach Deutschland zurück kehren, damit es seine Funktion im Ökosystem wieder erfüllen kann. Hybriden haben kein eindeutig unterscheidbares Verhaltensmuster zwischen Wildtier und Haustier. Wildlebende Tiere mit Haustierverhalten sind kein Teil des natürlichen Ökosystems.

Nicht verschwiegen werden darf:

Schuld an den Mischlingen und damit auch daran, dass diese Tiere getötet werden müssen ist der Halter des entsprechenden Hunderüden. Er muss seinen Hund ohne Aufsicht frei in der Natur laufen gelassen haben. Die Wölfin hat sich nur so verhalten, wie es ein Wolf tut: in der Paarungszeit verpaaren. Sie trägt keine Schuld. Wieder einmal zeigt sich, das menschliches Fehlverhalten die Ursache für einen Konflikt mit einem Wolf ist.

Der NABU hat seit dem Jahr 2014 immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass im Bereich Ohrdruf frei laufende Hunde beobachtet wurden.

Dieser Fall zeigt, dass ein Wolfsmonitoring nach den heute bekannten und vom NABU geforderten Kriterien (http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript251.pdf) Fälle von Hybridisierungen zwischen Wolf und Hund aufdeckt und dass bei Behörden und NABU Einigkeit besteht, dass sich einen Wolfsbestand ausschließlich aus reinen Wildtieren entwickeln soll.

Kleine Anmerkung:

Hybriden ist genau genommen der biologisch falsche Begriff, da sich mit Wolf und Hund keine zwei unterschiedlichen Arten verpaaren. Der Begriff hat sich aber im Wolfsmanagement etabliert und wird daher von uns ebenso verwendet.

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NABU Bundesgeschäftsstelle

Projektbüro Wolf
Badergasse 14-17

03130 Spremberg

Tel.: 03563-6080927

Wolfsmobil: 0172-6453537

markus.bathen(at)nabu(dot)de
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Weidetierhaltung und Wolf in NRW

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 53/17 | 31. August 2017

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Weidetierhaltung und Wolf in NRW

Eckpunkte für ein konfliktarmes Miteinander
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Zumeldung zur heute veröffentlichten Meldung „Vielfalt behüten: Weidetierhaltung und Wolf in Deutschland“

Düsseldorf –  Der Wolf ist zurück in Deutschland und stellt die extensive Weidetierhaltung als besonders naturverträgliche Form der Landnutzung vor große Herausforderungen. Die Weidetierhaltung benötigt dringend zukunftsfähige Perspektiven, auch unabhängig von der Wolfsdebatte. Zusätzliche Belastungen durch die Rückkehr des Wolfes müssen vermieden oder aufgefangen werden. Das heute in Berlin vorgestellte gemeinsame Papier vom Bundesverband Berufsschäfer, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Deutscher Grünlandverband, Deutscher Tierschutzbund, International Fund for Animal Welfare, Naturschutzbund Deutschland, Ökologischer Jagdverband und WWF Deutschland setzt dazu Eckpunkte über das Zusammenleben von Weidetierhaltung und Wolf.

Mit Blick auf die aktuelle nordrhein-westfälische Ausrichtung im Umgang mit dem Rückkehrer Wolf und existierende Regelungen zur Prävention und Kompensation von Wolfsrissen nehmen der Bundes- wie der Landesverband Berufsschäfer, die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und der NABU NRW die Veröffentlichung der Eckpunkte „Weidetierhaltung und Wolf in Deutschland“ zum Anlass diese für NRW zu spezifizieren:

Nordrhein-Westfalen gilt als Wolfserwartungsland. Mit in diesem Jahr sieben Nachweisen wandernder Wölfe gibt es hier jedoch noch kein eigenes Rudel. Selbst die Anwesenheit durchziehender Jungwölfe stellt extensive Weidetierhalter - insbesondere Schäfer - aber schon vor große Herausforderungen: Sollen Weidetiere dauerhaft vor Wolfsübergriffen geschützt werden, müssten entsprechende Herdenschutzmaßnahmen bereits jetzt getroffen werden.

„Deshalb müsse es möglich sein, den Managementplan sowie die Förderrichtlinie zum Wolf in NRW dahingehend zu überarbeiten, dass Präventionsmaßnahmen auch vor der dauerhaften Rückkehr der Wölfe – also der Bildung von Rudeln – gefördert werden“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. „Einen Herdenschutzhund in eine Herde zu integrieren, ihn auszubilden, ihn prüfen zu lassen und nicht zuletzt auch den Schäfer für diese Hunde zu schulen, dauert in der Regel zwei Jahre. Mit der geförderten Prävention erst nach Bekanntwerden eines territorialen Wolfes oder Rudels zu beginnen, ergibt eine enorme Zeitverzögerung, die zu vermehrten Rissen, einem Lerneffekt der Wölfe und nicht zuletzt zu Unmut der betroffenen Weidetierhaltern führen kann“, so Thomas Golz, stellv. Sprecher des Bundesverbands Berufsschäfer in NRW.

Eine Art „Frühwarnsystem “ durch das Land sei hier zusätzlich sinnvoll. Auch ein streunender Hund kann zu erheblichen Schäden innerhalb einer Schafherde führen. Ein entsprechender Hinweis, dass es in einem bestimmten Gebiet zu Rissen „durch Unbekannt“ gab, würde den Nutztierhaltern auch jetzt schon helfen, ihre Tiere gezielter zu schützen

Darüber hinaus vereinbarten die Verbände in NRW zukünftig regelmäßige Treffen, denn Kommunikation und der Austausch von Wissen sei eine wichtige Grundlage für das Erreichen gemeinsamer Ziele. Oberste Priorität hätte dabei die  grundsätzliche Verbesserung der Situation der extensiven Weidetierhalter. Der Schafzuchtverband NRW kündigte an, an den Gesprächen zukünftig teilzunehmen, „um trotz bestehender Meinungsunterschiede auf der Basis vorhandener Schnittmengen gemeinschaftlich mit vielen Beteiligten Lösungsansätze für die Schafhaltung zu finden“.

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

Thomas Pusch, Sprecher Landesfachausschuss Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 21 58 624,

Thomas Golz, stellv. Sprecher des Bundesverbands Berufsschäfer in NRW, mobil: 0179 6347330

Dietlinde Klein, Gesellschaft zum Schutz des Wolfes, dietlinde.klein@gzsdw.de

Hier finden Sie das Eckpunktepapier:

www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/wolf/170831-nabu_eckpunktepapier-weidetierhaltung-und-wolf.pdf.

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


Die Rückkehr des Wolfes nach NRW ab heute im Tierpark + Fossilium Bochum

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Tierpark+ Fossilium Bochum | Nr 47/17 | 30. Juli 2017

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Auf den Spuren der Wölfe in NRW

NABU-Ausstellung Die Rückkehr des Wolfes nach NRW ab heute im Tierpark + Fossilium Bochum

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Düsseldorf/Bochum Er ist zurück der Wolf. Zumindest stattet er NRW kleinere Stippvisiten ab, bei denen er in diesem Jahr bereits sieben Mal nachgewiesen werden konnte. Dies ist Anlass genug, um unter dem Motto Die Rückkehr des Wolfes nach NRW in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung noch vor dessen dauerhafter Rückkehr zu stärken. Kern des Projekts ist die vom NABU NRW gemeinsam mit den NRW-Partnerzoos initiierte interaktive Wanderausstellung, die ab dem 30.07.2017 im Tierpark + Fossilium Bochum zu sehen sein wird, der damit bereits der fünfte Ausstellungsort auf der „NRW- Tour de Wolf ist.

„Hier in Nordrhein-Westfalen haben wir die einmalige Chance, die Menschen noch vor der dauerhaften Rückkehr des Beutegreifers in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet aufzuklären, Wissenslücken zu schließen und Vorurteile abzubauen. Nur so lässt sich die Akzeptanz für den Rückkehrer Wolf weiter steigern. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit der durch die Partnerzoos wandernden Ausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW viele Menschen erreichen werden, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Vielfach sei das Wissen um das richtige Verhalten im Umgang mit dem Wolf, wie mit anderen Wildtieren auch, verloren gegangen. Dies gelte es wieder zu verbessern. Dazu können diese Ausstellung und insbesondere die Zusammenarbeit mit den NRW-Partnerzoos einen wichtigen Beitrag leisten.

Im Rahmen unserer Naturschutzarbeit wollen wir unseren Besuchern nicht nur exotische Lebensräume, sondern vor allem auch die heimische Tierwelt näherbringen. Dieses Ziel ist die Grundlage unserer Bestandsplanung und Gestaltung der Tieranlagen. Als Beispiele sind hier unter anderem die Erlebnisanlage Nordseewelten mit Seehunden und Watvögeln oder unsere Freilandterrarien mit Mauer- und Zauneidechsen, Europäischen Sumpfschildkröten sowie Ringel-, Würfel- und Äskulapnattern zu nennen. Umso mehr freut es uns, in Kooperation mit dem NABU NRW nun zusätzlich eine Ausstellung zur Wiederansiedlung des heimischen Raubtiers Wolf zeigen zu können, so Zoodirektor Ralf Slabik.

Die Wanderausstellung, die nun bis zum 30. August in Bochum zu sehen sein wird, informiert über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe, stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor und bietet vor allem durch interaktive Elemente eine spielerische Annäherung an das Thema Wolf für Jung und Alt. Besucher der Ausstellung erfahren so, woher die Wölfe nach NRW einwandern könnten, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen oder wie man sich bestenfalls einem Wildtier - wie dem Wolf- gegenüber verhält. Im monatlichen Wechsel tourt die Ausstellung dann durch NRW und in die nächsten Partnerzoos.

Das Projekt Die Rückkehr des Wolfes nach NRW soll dazu beitragen, die Menschen vor der dauerhaften Rückkehr dieser streng geschützten Wildtiere auf deren Anwesenheit vorzubereiten und so die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu stärken. Beim Start der Wanderausstellung waren in NRW zunächst bislang vier Wolfsnachweise erbracht worden, nach nur zwei Monaten auf Tour, sind es mittlerweile sieben Nachweise in diesem Jahr. Zwar handelt es sich bei diesen so genannten Wanderwölfen nicht um territorial lebende Wölfe, doch in Zukunft ist mit weiteren bestätigten Wolfsnachweisen in NRW zu rechnen, erklärt Diplom Biologin und Projektkoordinatorin Katharina Stenglein. Jahrzehntelang habe der Mensch ohne das Wildtier Wolf gelebt. Nun gelte es, den großen Beutegreifer wieder kennenzulernen und den respektvollen Umgang mit ihm neu zu erlernen.

Weitere Informationen zum Bildungsprojekt Die Rückkehr des Wolfes nach NRW, den folgenden Ausstellungsterminen, sowie zur Möglichkeit, die Ausstellung an noch freien Terminen zu buchen unter https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt.

Ausführliche Informationen zum Wolf in NRW unter www.willkommen-wolf-in-nrw.de oder www.nrw-wolf.de

Mehr zu Deutschlands Wölfen unter www.NABU.de/wolf 

Kostenfreie Pressebilder zum Wolf: www.nabu.de/presse/pressebilder/index.html#wolf

Für Rückfragen:

Katharina Stenglein, Projektkoordinatorin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW beim NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-45, Mail: katharina.stenglein@nabu-nrw.de

Miriam Kreimeyer, Tierpark + Fossilium Bochum , Tel.: 0234-950 29 42, miriam.kreimeyer@tierpark-bochum.de

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


NABU-Wanderausstellung startet in Gelsenkirchen

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 25/17 | 01. Mai 2017

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Auf den Spuren der Wölfe in NRW

NABU-Wanderausstellung Die Rückkehr des Wolfes nach NRW kommt in die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

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Düsseldorf/Gelsenkirchen - Bereits fünf Mal wurde er in diesem Jahr in NRW nachgewiesen der Wolf. Anlass genug, um unter dem Motto „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken. Kern des Projekts ist die vom NABU NRW gemeinsam mit den NRW-Partnerzoos initiierte interaktive Wanderausstellung, die ab heute in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen zu sehen sein wird.

Wir freuen uns, dass wir mit der durch die Partnerzoos wandernden Ausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW viele Menschen erreichen werden, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Nur so ließen sich Wissenslücken und Vorurteile abbauen und die Akzeptanz für den Rückkehrer Wolf weiter steigern. Vielfach sei das Wissen um das richtige Verhalten im Umgang mit dem Wolf, wie mit anderen Wildtieren auch, verloren gegangen. Dies gelte es wieder zu verbessern. Dazu können diese Ausstellung und insbesondere die Zusammenarbeit mit den NRW-Partnerzoos einen wichtigen Beitrag leisten.

Frank Ahrens, zoologischer Leiter der ZOOM Erlebniswelt, ist begeistert: "Obwohl ich Afrika liebe, stehen mir doch die heimischen Tiere und deren Schutz näher. Wir freuen uns deshalb, mit der Ausstellung des NABU zur Rückkehr des Wolfes in NRW auch unseren Besuchern die Natur Deutschlands und vor allem so ein interessantes Tier wie den Wolf näher bringen zu können."

Die Ausstellung, die vom 1.5. bis 28.5.2017 in Gelsenkirchen zu sehen sein wird, informiert über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe, stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor und bietet vor allem durch interaktive Elemente eine spielerische Annäherung an das Thema Wolf. Besucher der Ausstellung erfahren so, wie weit Wölfe wandern, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen oder wie man mit einer Fotofalle schmerzfrei forschen kann. Im monatlichen Wechsel wird die Ausstellung dann durch NRW touren und in den weiteren Partnerzoos zu sehen sein.

Das Projekt „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW soll dazu beitragen, die Menschen vor der dauerhaften Rückkehr der Wölfe auf deren Anwesenheit vorzubereiten und so die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu stärken. Zwar gibt es in NRW noch keine territorial lebenden Wölfe, sondern es handelt sich bei den Nachweisen um einzelne, durchziehende Tiere, doch in Zukunft ist mit weiteren bestätigten Wolfsnachweisen in NRW zu rechnen erklärt Diplom-Biologin und Projektkoordinatorin Katharina Stenglein. Jahrzehntelang habe der Mensch ohne das Wildtier Wolf gelebt. Nun gelte es, den großen Beutegreifer wieder kennenzulernen und den respektvollen Umgang mit ihm neu zu erlernen.

Weitere Informationen zum Bildungsprojekt Die Rückkehr des Wolfes nach NRW, den folgenden Ausstellungsterminen, sowie zur Möglichkeit, die Ausstellung an noch freien Terminen zu buchen unter https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt.

Ausführliche Informationen zum Wolf in NRW unter www.willkommen-wolf-in-nrw.de oder www.nrw-wolf.de

Mehr zu Deutschlands Wölfen unter www.NABU.de/wolf  

Kostenfreie Pressebilder zum Wolf: www.nabu.de/presse/pressebilder/index.html#wolf

Für Rückfragen:

Katharina Stenglein, Projektkoordinatorin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW beim NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-45, Mail: k.stenglein@nabu-nrw.de

Sabine Haas, Diplom-Biologin und Teamleiterin Marketing und Kommunikation ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, sabine.haas@zoom-erlebniswelt.de, Tel.: 0209 654 51 26

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
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NABU: Wölfe wandern wieder durch NRW

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr 09/17 | 21. Februar 2017

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Erster Wolfsnachweis in diesem Jahr im Kreis Minden-Lübbecke
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Düsseldorf: Wie durch das Umweltministerium heute bekannt gegeben wurde, gibt es den ersten Wolfsnachweis in NRW in diesem Jahr. Nördlich von Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke konnte am 20. Februar ein einzelner Wolf durch Fotoaufnahmen bestätigt werden. Dass Wölfe gerade zu dieser Zeit nachgewiesen werden ist nicht verwunderlich, erklärt Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf des NABU NRW. Jetzt sei wieder Hauptwanderzeit der Jungwölfe.

Die Struktur und das komplexe Sozialgefüge innerhalb eines Rudels bedingen, dass ein- bis zweijährige Wölfe mit dem Eintritt in die Geschlechtsreife vom elterlichen Rudel abwandern und sich auf die Suche nach einem eigenen geeigneten Territorium beziehungsweise Partner begeben, so Pusch weiter. Diese Wanderwölfe würden dabei durchaus lange Strecken zurücklegen. Durch das intensive Monitoring, das in Deutschland betrieben werde, sei bekannt, dass Wölfe durchaus Distanzen von bis zu 70 km pro Tag bewältigen. Pusch: Woher nun das Individuum stammt, das für diesen aktuellen Wolfsnachweis gesorgt hat, ist - wie auch das Geschlecht des Tieres - bisher völlig unbekannt.

Der NABU rechne aber in nächster Zeit mit weiteren Nachweisen von durchziehenden Wölfen in NRW. Deswegen begrüße der NABU ausdrücklich die am 3. Februar 2017 in Kraft getretene Förderrichtlinie Wolf des Landes Nordrhein-Westfalen. Tierhalter erhielten nun Entschädigungen und Fördergelder, um ihre Herden zu schützen. Wie die Förderrichtlinie sich in der Praxis bewähre, müsse sich allerdings noch zeigen, so der NABU-Wolfsexperte.

Um den Menschen die Sorgen vor dem Rückkehrer Wolf zu nehmen und sie besser auf die zukünftige Anwesenheit von Wölfen in NRW vorzubereiten, hat der NABU das landesweite Umwelt- und Bildungsprojekt zur Rückkehr des Wolfes nach NRW ins Leben gerufen. Der NABU will so dazu beitragen, die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung weiter zu stärken, erklärt Katharina Stenglein, Leiterin des Bildungsprojektes zum Wolf beim NABU NRW. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung.

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wolfsprojekt/

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

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Der Wolf kehrt zurück

Wolfserwartungsland Nordrhein-Westfalen

Wölfe in Nordrhein-Westfalen? 2008 stand dies noch als Frage im Raum. 2009 verirrte sich ein erster Wolf aus dem hessischen Reinhardswald bei seinen Wanderungen auch in den äußersten Osten von NRW. Danach wurde es erst einmal wieder einige Jahre ruhiger um den Rückkehrer Wolf. Doch spätestens seit im Juli 2014 bereits das vierte Wolfsrudel im benachbarten Niedersachsen nachgewiesen wurde, erwartete auch Nordrhein-Westfalen tatsächlich die Rückkehr der Wölfe.

Im Dezember 2014 (Riss in Stemwede/Oppenwehe) war es dann so weit. In Ostwestfalen wurde erneut ein Wolf für NRW nachgewiesen. Kurze Zeit später wurde ein weiterer Wolf aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein gemeldet. Angesichts der sieben Wolfsrudel in Niedersachsen mit etwa 22 Jungtieren im Sommer 2015 keine wirklich große Überraschung mehr. Bis Mai 2016 wurde in NRW bereits elf Mal ein Wolf nachgewiesen – acht Mal allein im Jahr 2016. Das heißt aber nicht, dass sich elf Wölfe dauerhaft in NRW aufhalten. Bisher handelte es sich um durchziehende Einzeltiere und noch nicht um sesshafte Wölfe. Bislang wurden vier unterschiedliche Tiere durch DNA-Spuren seit 2009 nachgewiesen. Bestätigte DNS gab es im Januar 2016.  

Den Vollständigen Bericht und vieles mehr gibt es da >

NABU Landesfachausschuss Wolf in NRW

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Landesfachausschuss Wolf in NRW:

https://www.nrw-wolf.de/

Info[at]nrw-wolf.de.


NABU Wolfsbotschafter für Recklinghausen:

Jennifer Koch

j.koch[at]nrw-wolf.de


Der Europäische Grauwolf (Canis lupus lupus)

Der Wolf war einst neben dem Menschen das am weitesten verbreitete Säugetier der Welt. Er besiedelte große Bereiche der gesamten Nordhalbkugel, fast ganz Eurasien und Nordamerika. Heute lebt er nur noch auf einem Drittel seines ursprünglichen Gebietes, aus vielen Teilen Europas ist er ganz verschwunden. Erst in den letzten 30 Jahren haben vor allem verstärkte Schutzmaßnahmen zu einer vorsichtigen Erholung der Wolfsbestände geführt. Langsam erobern sich die Wölfe auch in Westeuropa wieder ihre Lebensräume zurück. Auf der Iberischen Halbinsel und in Süd- und Osteuropa gibt es wieder größere Wolfsbestände. Skandinavien hat eine in den letzten Jahren stark gewachsene – doch durch Isolation bedrohte – Wolfspopulation und in der Schweiz und Frankreich haben sich Zuwanderer aus Italien niedergelassen.

[ Bild: 140911-nabu-wolf_JBorris ]

Auch in Deutschland gibt es seit Beginn des neuen Jahrtausends wieder Wölfe. In Sachsen wurden seit dem Jahr 2000 wiederholt Wolfswelpen in freier Wildbahn geboren.

Wer an Wölfe denkt, der denkt automatisch an menschenleere Landschaften Nordamerikas oder Sibiriens. Kaum jemand weiß, dass Wolfsspuren heute vor den Toren Roms und Florenz oder an den Mittelmeerstränden der Toskana gefunden werden können. Auch die Lausitz ist vom Menschen bewohnt und hier bestätigt sich, dass die Nachbarschaft von Mensch und Wolf möglich ist. Es kann daher als gesichert gelten, dass Wölfe auch in vielen anderen Bundesländern eine Reihe geeigneter Lebensräume vorfinden werden. Auch bei uns in Nordrhein-Westfalen. [ Bericht: NABU-NRW ]