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Mittwoch, 2017-12-13

Heimkehrer Wolf, wie bereiten wir uns besser vor?

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 69/17 | 30. November 2017

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Heimkehrer Wolf – wie bereiten wir uns besser vor?

NABU diskutiert mit Vertretern aus Politik, Landwirtschaft, Jagd und Bevölkerung Chancen, Risiken und Lösungen für eine möglichst konfliktarme Rückkehr des heimischen Beutegreifers
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Düsseldorf/Hattingen –  Der Wolf ist zurück in Deutschland. Damit einher kommen in der Bevölkerung, aber auch bei Weidetierhaltern Ängste auf: Wie gehen wir mit dem Heimkehrer Wolf um? Kann man noch unbeschwert in den Wald gehen? Welcher Mehraufwand entsteht für Weidetierhalter und wie können sie ihre Tiere effektiv schützen? Der NABU NRW nimmt die Ängste und Sorgen der Bevölkerung und der vom Wolf direkt betroffenen Interessengruppen ernst und hat deshalb für heute Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Jagd zur Podiumsdiskussion in die Stadtbibliothek nach Hattingen geladen. Dort wird derzeit die von der Stiftung Umwelt und Entwicklung geförderte Wanderausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW gezeigt.

Kehrt der Wolf zurück wird unter anderem die extensive Weidetierhaltung als besonders naturverträgliche Form der Landnutzung vor Herausforderungen gestellt. Auch unabhängig von der Wolfsdebatte benötigen Weidetierhalter dringend zukunftsfähige Perspektiven. Eine zusätzliche Belastung, wie sie die Rückkehr des Wolfes darstellen kann, muss daher aufgefangen werden. Mit Blick auf die aktuelle nordrhein-westfälische Ausrichtung im Umgang mit dem Rückkehrer Wolf nehmen der Bundes- wie der Landesverband Berufsschäfer, der Schafzuchtverband NRW, der NABU NRW, das Landesumweltministerium und der Landesjagdverband Stellung zu potenziellen Konflikten mit dem Rückkehrer Wolf - aber viel wichtiger - den möglichen Lösungen dieser Konflikte.

„Die Wölfe werden über das Monitoring des Landes eng beobachtet. Seit Rückkehr der Wölfe nach Deutschland hat es hier keinen einzigen Fall gegeben, in dem sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hat; es ist also weiter kein Problem Sontags im Wald spazieren zu gehen“, so Josef Tumbrinck Vorsitzender des NABU NRW. Dennoch gälte es, die allgemeinen Verhaltensregeln im Umgang mit Wildtieren einzuhalten und Wölfe beispielsweise nicht zu füttern.

„Nicht nur der Wolf, sondern auch die Schäfer sind vom Aussterben bedroht. Die Rückkehr des Wolfes verschärft die Existenzkrise der ökologisch unverzichtbaren Weidetierhaltung. Beider Überleben hängt vom Willen der Gesellschaft ab, den Erhalt unserer Arten und Landschaften nicht nur zu fordern, sondern auch zu finanzieren“, erklärt Andreas Schenk vom Bundesverband Berufsschäfer.

"Zurzeit gibt es keine sesshaften Wölfe oder Wolfrudel in NRW. Dennoch bereiten wir uns auf einen solchen Fall vor. Dabei wollen wir die Bewahrung der Weidewirtschaft mit all ihrer kulturhistorisch gewachsenen Artenvielfalt in den Vordergrund stellen. Deswegen stehen wir in einem engen Austausch mit den Bundesländern, in denen es bereits jetzt dauerhaft Wölfe gibt, wie z.B. Niedersachsen, Sachsen oder Brandenburg. NRW begrüßt daher die Beschlüsse der kürzlich in Potsdam stattgefundenen 89. Umweltministerkonferenz zum Thema Wolf, denn für den Umgang mit dem Wolf benötigen wir ein bundeseinheitlich abgestimmtes Vorgehen", sagt Peter Schütz vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Die Ausbreitung des Wolfes nach Nordwesten wird über kurz oder lang auch eine Besiedlung in NRW einleiten. Damit der Wolf eine Chance in Nordrhein-Westfalen hat, muss seine Akzeptanz bei der Bevölkerung erreicht werden. Dies setzt Akzeptanz, Ehrlichkeit und Offenheit zwischen allen Beteiligten voraus. Die Argumente der ländlichen Bevölkerung müssen ernst genommen werden. Dies gilt auch für die berechtigten Anliegen der Jägerschaft natürliche Ressourcen nutzen zu wollen. Der Landesjagdverband will dazu seinen Beitrag leisten“, so Gregor Klar.

Nordrhein-Westfalen gilt als Wolfserwartungsland. In diesem Jahr gelangen bisher sieben Nachweise von insgesamt bis zu drei wandernden Wölfen. Es handelt sich bislang immer um einzelne Tiere, die ein oder mehrfach nachgewiesen wurden, deren Spur sich dann aber verläuft. Territoriale Einzeltiere oder Rudel gibt es nicht. Gerade in den kommenden Wochen und Monaten bis in den Frühsommer 2018 rechnet der NABU mit weiteren Nachweisen durchziehender Wölfe in NRW.

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wolfsprojekt/

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936

Andreas Schenk, Sprecher des Bundesverbands Berufsschäfer in NRW, mobil: 0152 345 627 09

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


Thüringen Wolfshybriden, Nabu Statement

die in und um den Militärplatz Ohrdruf in Thüringen seit dem Jahr 2014 residente Wolfsfähe hat nachweislich sechs Wolf-Hund Mischlinge zur Welt gebracht. Das bestätigte nun das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) in Folge von Untersuchungsergebnissen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.thueringen.de/th8/tmuen/aktuell/presse/101048/index.aspx

Zur Bewertung standen genetische Proben und Tag- sowie Nachtaufnahmen von Fotofallen zur Verfügung.

Die Verpaarung eines Wolfes mit einem Hund passiert äußerst selten und ist eine absolute Notlösung. Wölfe sind monogam und suchen einen Wolfspartner für das ganze Leben und wählen Hunde nur dann als Fortpflanzungspartner, wenn kein anderer Wolf für die Paarung zur Verfügung steht.

Aus Artenschutzgründen sind Wolfshybriden eine Gefährdung für die genetische Integrität der Wolfspopulation. Deshalb steht der NABU für die Entnahme von Mischlingen. Der NABU versteht dies als unausweichliche Maßnahme im Rahmen des Wolfsmanagements, da die Gehegehaltung von frei in der Natur geboren und aufgewachsenen Tieren nicht tierschutzkonform ist. Der Fang und Sterilisation der Mischlinge ist keine Lösung: Das Wildtier Wolf soll nach Deutschland zurück kehren, damit es seine Funktion im Ökosystem wieder erfüllen kann. Hybriden haben kein eindeutig unterscheidbares Verhaltensmuster zwischen Wildtier und Haustier. Wildlebende Tiere mit Haustierverhalten sind kein Teil des natürlichen Ökosystems.

Nicht verschwiegen werden darf:

Schuld an den Mischlingen und damit auch daran, dass diese Tiere getötet werden müssen ist der Halter des entsprechenden Hunderüden. Er muss seinen Hund ohne Aufsicht frei in der Natur laufen gelassen haben. Die Wölfin hat sich nur so verhalten, wie es ein Wolf tut: in der Paarungszeit verpaaren. Sie trägt keine Schuld. Wieder einmal zeigt sich, das menschliches Fehlverhalten die Ursache für einen Konflikt mit einem Wolf ist.

Der NABU hat seit dem Jahr 2014 immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass im Bereich Ohrdruf frei laufende Hunde beobachtet wurden.

Dieser Fall zeigt, dass ein Wolfsmonitoring nach den heute bekannten und vom NABU geforderten Kriterien (http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript251.pdf) Fälle von Hybridisierungen zwischen Wolf und Hund aufdeckt und dass bei Behörden und NABU Einigkeit besteht, dass sich einen Wolfsbestand ausschließlich aus reinen Wildtieren entwickeln soll.

Kleine Anmerkung:

Hybriden ist genau genommen der biologisch falsche Begriff, da sich mit Wolf und Hund keine zwei unterschiedlichen Arten verpaaren. Der Begriff hat sich aber im Wolfsmanagement etabliert und wird daher von uns ebenso verwendet.

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NABU Bundesgeschäftsstelle

Projektbüro Wolf
Badergasse 14-17

03130 Spremberg

Tel.: 03563-6080927

Wolfsmobil: 0172-6453537

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Weidetierhaltung und Wolf in NRW

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 53/17 | 31. August 2017

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Weidetierhaltung und Wolf in NRW

Eckpunkte für ein konfliktarmes Miteinander
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Zumeldung zur heute veröffentlichten Meldung „Vielfalt behüten: Weidetierhaltung und Wolf in Deutschland“

Düsseldorf –  Der Wolf ist zurück in Deutschland und stellt die extensive Weidetierhaltung als besonders naturverträgliche Form der Landnutzung vor große Herausforderungen. Die Weidetierhaltung benötigt dringend zukunftsfähige Perspektiven, auch unabhängig von der Wolfsdebatte. Zusätzliche Belastungen durch die Rückkehr des Wolfes müssen vermieden oder aufgefangen werden. Das heute in Berlin vorgestellte gemeinsame Papier vom Bundesverband Berufsschäfer, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Deutscher Grünlandverband, Deutscher Tierschutzbund, International Fund for Animal Welfare, Naturschutzbund Deutschland, Ökologischer Jagdverband und WWF Deutschland setzt dazu Eckpunkte über das Zusammenleben von Weidetierhaltung und Wolf.

Mit Blick auf die aktuelle nordrhein-westfälische Ausrichtung im Umgang mit dem Rückkehrer Wolf und existierende Regelungen zur Prävention und Kompensation von Wolfsrissen nehmen der Bundes- wie der Landesverband Berufsschäfer, die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und der NABU NRW die Veröffentlichung der Eckpunkte „Weidetierhaltung und Wolf in Deutschland“ zum Anlass diese für NRW zu spezifizieren:

Nordrhein-Westfalen gilt als Wolfserwartungsland. Mit in diesem Jahr sieben Nachweisen wandernder Wölfe gibt es hier jedoch noch kein eigenes Rudel. Selbst die Anwesenheit durchziehender Jungwölfe stellt extensive Weidetierhalter - insbesondere Schäfer - aber schon vor große Herausforderungen: Sollen Weidetiere dauerhaft vor Wolfsübergriffen geschützt werden, müssten entsprechende Herdenschutzmaßnahmen bereits jetzt getroffen werden.

„Deshalb müsse es möglich sein, den Managementplan sowie die Förderrichtlinie zum Wolf in NRW dahingehend zu überarbeiten, dass Präventionsmaßnahmen auch vor der dauerhaften Rückkehr der Wölfe – also der Bildung von Rudeln – gefördert werden“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. „Einen Herdenschutzhund in eine Herde zu integrieren, ihn auszubilden, ihn prüfen zu lassen und nicht zuletzt auch den Schäfer für diese Hunde zu schulen, dauert in der Regel zwei Jahre. Mit der geförderten Prävention erst nach Bekanntwerden eines territorialen Wolfes oder Rudels zu beginnen, ergibt eine enorme Zeitverzögerung, die zu vermehrten Rissen, einem Lerneffekt der Wölfe und nicht zuletzt zu Unmut der betroffenen Weidetierhaltern führen kann“, so Thomas Golz, stellv. Sprecher des Bundesverbands Berufsschäfer in NRW.

Eine Art „Frühwarnsystem “ durch das Land sei hier zusätzlich sinnvoll. Auch ein streunender Hund kann zu erheblichen Schäden innerhalb einer Schafherde führen. Ein entsprechender Hinweis, dass es in einem bestimmten Gebiet zu Rissen „durch Unbekannt“ gab, würde den Nutztierhaltern auch jetzt schon helfen, ihre Tiere gezielter zu schützen

Darüber hinaus vereinbarten die Verbände in NRW zukünftig regelmäßige Treffen, denn Kommunikation und der Austausch von Wissen sei eine wichtige Grundlage für das Erreichen gemeinsamer Ziele. Oberste Priorität hätte dabei die  grundsätzliche Verbesserung der Situation der extensiven Weidetierhalter. Der Schafzuchtverband NRW kündigte an, an den Gesprächen zukünftig teilzunehmen, „um trotz bestehender Meinungsunterschiede auf der Basis vorhandener Schnittmengen gemeinschaftlich mit vielen Beteiligten Lösungsansätze für die Schafhaltung zu finden“.

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

Thomas Pusch, Sprecher Landesfachausschuss Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 21 58 624,

Thomas Golz, stellv. Sprecher des Bundesverbands Berufsschäfer in NRW, mobil: 0179 6347330

Dietlinde Klein, Gesellschaft zum Schutz des Wolfes, dietlinde.klein@gzsdw.de

Hier finden Sie das Eckpunktepapier:

www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/wolf/170831-nabu_eckpunktepapier-weidetierhaltung-und-wolf.pdf.

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
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Die Rückkehr des Wolfes nach NRW ab heute im Tierpark + Fossilium Bochum

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Tierpark+ Fossilium Bochum | Nr 47/17 | 30. Juli 2017

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Auf den Spuren der Wölfe in NRW

NABU-Ausstellung Die Rückkehr des Wolfes nach NRW ab heute im Tierpark + Fossilium Bochum

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Düsseldorf/Bochum Er ist zurück der Wolf. Zumindest stattet er NRW kleinere Stippvisiten ab, bei denen er in diesem Jahr bereits sieben Mal nachgewiesen werden konnte. Dies ist Anlass genug, um unter dem Motto Die Rückkehr des Wolfes nach NRW in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung noch vor dessen dauerhafter Rückkehr zu stärken. Kern des Projekts ist die vom NABU NRW gemeinsam mit den NRW-Partnerzoos initiierte interaktive Wanderausstellung, die ab dem 30.07.2017 im Tierpark + Fossilium Bochum zu sehen sein wird, der damit bereits der fünfte Ausstellungsort auf der „NRW- Tour de Wolf ist.

„Hier in Nordrhein-Westfalen haben wir die einmalige Chance, die Menschen noch vor der dauerhaften Rückkehr des Beutegreifers in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet aufzuklären, Wissenslücken zu schließen und Vorurteile abzubauen. Nur so lässt sich die Akzeptanz für den Rückkehrer Wolf weiter steigern. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit der durch die Partnerzoos wandernden Ausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW viele Menschen erreichen werden, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Vielfach sei das Wissen um das richtige Verhalten im Umgang mit dem Wolf, wie mit anderen Wildtieren auch, verloren gegangen. Dies gelte es wieder zu verbessern. Dazu können diese Ausstellung und insbesondere die Zusammenarbeit mit den NRW-Partnerzoos einen wichtigen Beitrag leisten.

Im Rahmen unserer Naturschutzarbeit wollen wir unseren Besuchern nicht nur exotische Lebensräume, sondern vor allem auch die heimische Tierwelt näherbringen. Dieses Ziel ist die Grundlage unserer Bestandsplanung und Gestaltung der Tieranlagen. Als Beispiele sind hier unter anderem die Erlebnisanlage Nordseewelten mit Seehunden und Watvögeln oder unsere Freilandterrarien mit Mauer- und Zauneidechsen, Europäischen Sumpfschildkröten sowie Ringel-, Würfel- und Äskulapnattern zu nennen. Umso mehr freut es uns, in Kooperation mit dem NABU NRW nun zusätzlich eine Ausstellung zur Wiederansiedlung des heimischen Raubtiers Wolf zeigen zu können, so Zoodirektor Ralf Slabik.

Die Wanderausstellung, die nun bis zum 30. August in Bochum zu sehen sein wird, informiert über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe, stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor und bietet vor allem durch interaktive Elemente eine spielerische Annäherung an das Thema Wolf für Jung und Alt. Besucher der Ausstellung erfahren so, woher die Wölfe nach NRW einwandern könnten, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen oder wie man sich bestenfalls einem Wildtier - wie dem Wolf- gegenüber verhält. Im monatlichen Wechsel tourt die Ausstellung dann durch NRW und in die nächsten Partnerzoos.

Das Projekt Die Rückkehr des Wolfes nach NRW soll dazu beitragen, die Menschen vor der dauerhaften Rückkehr dieser streng geschützten Wildtiere auf deren Anwesenheit vorzubereiten und so die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu stärken. Beim Start der Wanderausstellung waren in NRW zunächst bislang vier Wolfsnachweise erbracht worden, nach nur zwei Monaten auf Tour, sind es mittlerweile sieben Nachweise in diesem Jahr. Zwar handelt es sich bei diesen so genannten Wanderwölfen nicht um territorial lebende Wölfe, doch in Zukunft ist mit weiteren bestätigten Wolfsnachweisen in NRW zu rechnen, erklärt Diplom Biologin und Projektkoordinatorin Katharina Stenglein. Jahrzehntelang habe der Mensch ohne das Wildtier Wolf gelebt. Nun gelte es, den großen Beutegreifer wieder kennenzulernen und den respektvollen Umgang mit ihm neu zu erlernen.

Weitere Informationen zum Bildungsprojekt Die Rückkehr des Wolfes nach NRW, den folgenden Ausstellungsterminen, sowie zur Möglichkeit, die Ausstellung an noch freien Terminen zu buchen unter https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt.

Ausführliche Informationen zum Wolf in NRW unter www.willkommen-wolf-in-nrw.de oder www.nrw-wolf.de

Mehr zu Deutschlands Wölfen unter www.NABU.de/wolf 

Kostenfreie Pressebilder zum Wolf: www.nabu.de/presse/pressebilder/index.html#wolf

Für Rückfragen:

Katharina Stenglein, Projektkoordinatorin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW beim NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-45, Mail: katharina.stenglein@nabu-nrw.de

Miriam Kreimeyer, Tierpark + Fossilium Bochum , Tel.: 0234-950 29 42, miriam.kreimeyer@tierpark-bochum.de

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

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NABU-Wanderausstellung startet in Gelsenkirchen

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 25/17 | 01. Mai 2017

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Auf den Spuren der Wölfe in NRW

NABU-Wanderausstellung Die Rückkehr des Wolfes nach NRW kommt in die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

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Düsseldorf/Gelsenkirchen - Bereits fünf Mal wurde er in diesem Jahr in NRW nachgewiesen der Wolf. Anlass genug, um unter dem Motto „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken. Kern des Projekts ist die vom NABU NRW gemeinsam mit den NRW-Partnerzoos initiierte interaktive Wanderausstellung, die ab heute in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen zu sehen sein wird.

Wir freuen uns, dass wir mit der durch die Partnerzoos wandernden Ausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW viele Menschen erreichen werden, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Nur so ließen sich Wissenslücken und Vorurteile abbauen und die Akzeptanz für den Rückkehrer Wolf weiter steigern. Vielfach sei das Wissen um das richtige Verhalten im Umgang mit dem Wolf, wie mit anderen Wildtieren auch, verloren gegangen. Dies gelte es wieder zu verbessern. Dazu können diese Ausstellung und insbesondere die Zusammenarbeit mit den NRW-Partnerzoos einen wichtigen Beitrag leisten.

Frank Ahrens, zoologischer Leiter der ZOOM Erlebniswelt, ist begeistert: "Obwohl ich Afrika liebe, stehen mir doch die heimischen Tiere und deren Schutz näher. Wir freuen uns deshalb, mit der Ausstellung des NABU zur Rückkehr des Wolfes in NRW auch unseren Besuchern die Natur Deutschlands und vor allem so ein interessantes Tier wie den Wolf näher bringen zu können."

Die Ausstellung, die vom 1.5. bis 28.5.2017 in Gelsenkirchen zu sehen sein wird, informiert über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe, stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor und bietet vor allem durch interaktive Elemente eine spielerische Annäherung an das Thema Wolf. Besucher der Ausstellung erfahren so, wie weit Wölfe wandern, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen oder wie man mit einer Fotofalle schmerzfrei forschen kann. Im monatlichen Wechsel wird die Ausstellung dann durch NRW touren und in den weiteren Partnerzoos zu sehen sein.

Das Projekt „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW soll dazu beitragen, die Menschen vor der dauerhaften Rückkehr der Wölfe auf deren Anwesenheit vorzubereiten und so die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu stärken. Zwar gibt es in NRW noch keine territorial lebenden Wölfe, sondern es handelt sich bei den Nachweisen um einzelne, durchziehende Tiere, doch in Zukunft ist mit weiteren bestätigten Wolfsnachweisen in NRW zu rechnen erklärt Diplom-Biologin und Projektkoordinatorin Katharina Stenglein. Jahrzehntelang habe der Mensch ohne das Wildtier Wolf gelebt. Nun gelte es, den großen Beutegreifer wieder kennenzulernen und den respektvollen Umgang mit ihm neu zu erlernen.

Weitere Informationen zum Bildungsprojekt Die Rückkehr des Wolfes nach NRW, den folgenden Ausstellungsterminen, sowie zur Möglichkeit, die Ausstellung an noch freien Terminen zu buchen unter https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt.

Ausführliche Informationen zum Wolf in NRW unter www.willkommen-wolf-in-nrw.de oder www.nrw-wolf.de

Mehr zu Deutschlands Wölfen unter www.NABU.de/wolf  

Kostenfreie Pressebilder zum Wolf: www.nabu.de/presse/pressebilder/index.html#wolf

Für Rückfragen:

Katharina Stenglein, Projektkoordinatorin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW beim NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-45, Mail: k.stenglein@nabu-nrw.de

Sabine Haas, Diplom-Biologin und Teamleiterin Marketing und Kommunikation ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, sabine.haas@zoom-erlebniswelt.de, Tel.: 0209 654 51 26

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
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NABU: Wölfe wandern wieder durch NRW

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr 09/17 | 21. Februar 2017

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Erster Wolfsnachweis in diesem Jahr im Kreis Minden-Lübbecke
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Düsseldorf: Wie durch das Umweltministerium heute bekannt gegeben wurde, gibt es den ersten Wolfsnachweis in NRW in diesem Jahr. Nördlich von Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke konnte am 20. Februar ein einzelner Wolf durch Fotoaufnahmen bestätigt werden. Dass Wölfe gerade zu dieser Zeit nachgewiesen werden ist nicht verwunderlich, erklärt Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf des NABU NRW. Jetzt sei wieder Hauptwanderzeit der Jungwölfe.

Die Struktur und das komplexe Sozialgefüge innerhalb eines Rudels bedingen, dass ein- bis zweijährige Wölfe mit dem Eintritt in die Geschlechtsreife vom elterlichen Rudel abwandern und sich auf die Suche nach einem eigenen geeigneten Territorium beziehungsweise Partner begeben, so Pusch weiter. Diese Wanderwölfe würden dabei durchaus lange Strecken zurücklegen. Durch das intensive Monitoring, das in Deutschland betrieben werde, sei bekannt, dass Wölfe durchaus Distanzen von bis zu 70 km pro Tag bewältigen. Pusch: Woher nun das Individuum stammt, das für diesen aktuellen Wolfsnachweis gesorgt hat, ist - wie auch das Geschlecht des Tieres - bisher völlig unbekannt.

Der NABU rechne aber in nächster Zeit mit weiteren Nachweisen von durchziehenden Wölfen in NRW. Deswegen begrüße der NABU ausdrücklich die am 3. Februar 2017 in Kraft getretene Förderrichtlinie Wolf des Landes Nordrhein-Westfalen. Tierhalter erhielten nun Entschädigungen und Fördergelder, um ihre Herden zu schützen. Wie die Förderrichtlinie sich in der Praxis bewähre, müsse sich allerdings noch zeigen, so der NABU-Wolfsexperte.

Um den Menschen die Sorgen vor dem Rückkehrer Wolf zu nehmen und sie besser auf die zukünftige Anwesenheit von Wölfen in NRW vorzubereiten, hat der NABU das landesweite Umwelt- und Bildungsprojekt zur Rückkehr des Wolfes nach NRW ins Leben gerufen. Der NABU will so dazu beitragen, die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung weiter zu stärken, erklärt Katharina Stenglein, Leiterin des Bildungsprojektes zum Wolf beim NABU NRW. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung.

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wolfsprojekt/

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

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Der Wolf kehrt zurück

Wolfserwartungsland Nordrhein-Westfalen

Wölfe in Nordrhein-Westfalen? 2008 stand dies noch als Frage im Raum. 2009 verirrte sich ein erster Wolf aus dem hessischen Reinhardswald bei seinen Wanderungen auch in den äußersten Osten von NRW. Danach wurde es erst einmal wieder einige Jahre ruhiger um den Rückkehrer Wolf. Doch spätestens seit im Juli 2014 bereits das vierte Wolfsrudel im benachbarten Niedersachsen nachgewiesen wurde, erwartete auch Nordrhein-Westfalen tatsächlich die Rückkehr der Wölfe.

Im Dezember 2014 (Riss in Stemwede/Oppenwehe) war es dann so weit. In Ostwestfalen wurde erneut ein Wolf für NRW nachgewiesen. Kurze Zeit später wurde ein weiterer Wolf aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein gemeldet. Angesichts der sieben Wolfsrudel in Niedersachsen mit etwa 22 Jungtieren im Sommer 2015 keine wirklich große Überraschung mehr. Bis Mai 2016 wurde in NRW bereits elf Mal ein Wolf nachgewiesen – acht Mal allein im Jahr 2016. Das heißt aber nicht, dass sich elf Wölfe dauerhaft in NRW aufhalten. Bisher handelte es sich um durchziehende Einzeltiere und noch nicht um sesshafte Wölfe. Bislang wurden vier unterschiedliche Tiere durch DNA-Spuren seit 2009 nachgewiesen. Bestätigte DNS gab es im Januar 2016.  

Den Vollständigen Bericht und vieles mehr gibt es da >

NABU Landesfachausschuss Wolf in NRW

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Landesfachausschuss Wolf in NRW:

https://www.nrw-wolf.de/

Info[at]nrw-wolf.de.


NABU Wolfsbotschafter für Recklinghausen:

Jennifer Koch

j.koch[at]nrw-wolf.de


Der Europäische Grauwolf (Canis lupus lupus)

Der Wolf war einst neben dem Menschen das am weitesten verbreitete Säugetier der Welt. Er besiedelte große Bereiche der gesamten Nordhalbkugel, fast ganz Eurasien und Nordamerika. Heute lebt er nur noch auf einem Drittel seines ursprünglichen Gebietes, aus vielen Teilen Europas ist er ganz verschwunden. Erst in den letzten 30 Jahren haben vor allem verstärkte Schutzmaßnahmen zu einer vorsichtigen Erholung der Wolfsbestände geführt. Langsam erobern sich die Wölfe auch in Westeuropa wieder ihre Lebensräume zurück. Auf der Iberischen Halbinsel und in Süd- und Osteuropa gibt es wieder größere Wolfsbestände. Skandinavien hat eine in den letzten Jahren stark gewachsene – doch durch Isolation bedrohte – Wolfspopulation und in der Schweiz und Frankreich haben sich Zuwanderer aus Italien niedergelassen.

[ Bild: 140911-nabu-wolf_JBorris ]

Auch in Deutschland gibt es seit Beginn des neuen Jahrtausends wieder Wölfe. In Sachsen wurden seit dem Jahr 2000 wiederholt Wolfswelpen in freier Wildbahn geboren.

Wer an Wölfe denkt, der denkt automatisch an menschenleere Landschaften Nordamerikas oder Sibiriens. Kaum jemand weiß, dass Wolfsspuren heute vor den Toren Roms und Florenz oder an den Mittelmeerstränden der Toskana gefunden werden können. Auch die Lausitz ist vom Menschen bewohnt und hier bestätigt sich, dass die Nachbarschaft von Mensch und Wolf möglich ist. Es kann daher als gesichert gelten, dass Wölfe auch in vielen anderen Bundesländern eine Reihe geeigneter Lebensräume vorfinden werden. Auch bei uns in Nordrhein-Westfalen. [ Bericht: NABU-NRW ]