Sie sind hier: Kurz und informiert / Weihnachtsmärkte
Sonntag, 2019-01-20

Weihnachtsmärkte 2015

Wer auf Kaufen, Kommerz und Konsum fixiert ist, bevorzugt die großen Weihnachtsmärkte in Münster, Dortmund und Essen. „Fressbuden“ dominieren immer häufiger das Angebot und steigern nicht die Motivation, lange zu flanieren. Wer auf Gemütlichkeit, Romantik und Individualität Wert legt, kommt besonders auf dem Waldweihnachtsmarkt in Velen und auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt im Niederrheinischen Freilichtmuseum in Grefrath auf seine Kosten. Beide besuchten wir und waren wirklich begeistert, weil dieses gewöhnliche „Einerlei“ der sonstigen Weihnachtsmärkte hier über Bord geworfen wird. Ein Pendelverkehr in Velen erleichtert die Anreise und lässt keinen Stress aufkommen. Zwar wird auch der Waldweihnachtsmarkt von vielen Besuchern frequentiert. Die schönen und außergewöhnlichen Buden machen den hohen Besuch schnell vergessen. Glühwein gibt es hier nur frisch vom Winzer und nicht aus dem Supermarkt. Liebevoll geschmückte Stände verschmelzen sich mit dem kleinen Wald. Einige Vogelarten lassen sich hier auch blicken. Ein Trauerschwanpärchen auf einem kleinen Teich fesselt die Kids. Allein schon das Flanieren begeistert und steigert die Vorfreude auf Weihnachten. Beim Weihnachtsmarkt in Grefrath können Besucher einem Schmied über die Schulter schauen. Ein mittelalterlicher Falkner erklärt Wissenswertes über Greifvögel und Eulen. Der Uhu begrüßte uns mit seinem lauten „Huhu“ und ließ sich durch die Besucher nicht stören. Vor der Dorenburg, die zum Freilichtmuseum gehört, zog eine Feuershow mit Didgeridoo und elektronischer Geige die Besuchermassen an. Um das Mäuseroulette und den Bogenbauer bildeten sich große Schlangen. [ Text und Bilder: U. Nickel ] Klick für große Bilder