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Sonntag, 2019-01-20

Wälder bei Cappenberg

Die Wälder bei Cappenberg nördlich von Lünen wurden wegen ihrer Größe, Struktur und vor allem wegen ihrer vegetationskundlichen Ausprägung zum Naturschutzgebiet erklärt. Sie stellen eines der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete des Münsterlandes dar. Das Gebiet umfasst ein 673 ha großes Laubwaldgebiet mit einem hohen Anteil an Eichen-Hainbuchenwäldern sowie Hainsimsen- und Waldmeister-Buchenwäldern. Mäandrierende Bachläufe sind hier ebenso zu finden wie naturnahe Auwälder. Alt- und Totholz bietet heimischen Spechtarten ideale Brut- und Nahrungsnischen. Pilze fühlen sich hier wohl und können ihre wichtige Rolle als Zersetzer wahrnehmen. Das Naturschutzgebiet gewinnt seine Bedeutung vor allem als Rückzugsraum für Pflanzen- und Tierarten, die in den angrenzenden landwirtschaftlich geprägten Flächen kaum Entfaltungsmöglichkeiten finden. Insbesondere der Feuersalamander kann in diesem naturnahen Waldgebiet nachts auf Pirsch gehen, um seinen Hunger zu stillen. Im Sommer zeigen der Große Schillerfalter und der Kleine Eisvogel, zwei unserer schönsten heimischen Schmetterlinge, ihre filigranen Flügel.

 

 

 

 

 

 

Das Schloss Cappenberg, bekannt für seine überregional bedeutsamen Kunstausstellungen, fügt sich gut in die weitläufigen Waldgebiete ein und bietet dem Erholungssuchenden viel Aufenthaltsqualität. [ Text und Bilder: U. Nickel ]