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Mittwoch, 2017-12-13

Schwalbenfreunde weiter gesucht

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 49/17 | 03. August 2017

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Schwalbenfreunde weiter gesucht

NABU NRW: Hausbesitzer können sich und ihr Heim auch 2017 auszeichnen lassen

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Düsseldorf Die Zeiten, in denen Mehl- und Rauchschwalben zum Sommer gehörten wie Eis in der Waffel und der Besuch im Freibad, zählen vielerorts zur Vergangenheit. Heute gehören Schwalben in Nordrhein-Westfalen zu den gefährdeten Arten. Ihre Zahl geht hierzulande seit vielen Jahren zurück und Fachleute warnen vor dem unzureichenden Erhaltungszustand dieser Arten. Eine der Ursachen ist der fortschreitende Verlust von Nistmöglichkeiten.

Während früher in jedem Kuhstall Platz für mehrere Rauchschwalbenpaare war, sind heute viele Viehställe verschlossen sofern es sie überhaupt noch gibt. Nicht asphaltierte Feldwege und Hofeinfahrten, ideale Orte für die Schwalben, um feuchten Lehm für den Nestbau zu sammeln, sind heute eine Seltenheit. Mehlschwalbennester fallen den teilweise überzogenen Hygienevorstellungen einiger Hausbesitzer zum Opfer und werden nicht selten illegal von der Hauswand entfernt. Lange kalte Winter oder ungünstige Großwetterlagen wirken sich in einem solchen Umfeld gravierender aus als in früheren Jahrzehnten.

Doch noch zieht es Mehl- und Rauchschwalben jedes Jahr nach Nordrhein-Westfalen, wo sie bei uns über den Sommer hinweg ihre Nachkommen aufziehen. Und noch gibt es auch Menschen, die die Schwalben bei sich willkommen heißen. Mit der Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" trägt der NABU NRW gemeinsam mit mittlerweile über 2000 Hausbesitzern seit 2010 dazu bei, die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie bestehende Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Menschen, die sich für Schwalben engagieren und an ihren Häusern dulden, werden vom NABU deshalb mit der Plakette Schwalbenfreundliches Haus ausgezeichnet, sagt Heinz Kowalski, stellvertretender NABU-Landesvorsitzender.

Mit der Aktion Schwalbenfreundliches Haus will der NABU dem negativen Trend bei Rauch- und Mehlschwalben entgegenwirken und zeichnet auch in 2017 wieder Menschen und Häuser aus, bei denen die Glücksbringer willkommen sind. Bewerben können sich Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstlern und Sommerboten dulden und fördern, ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt.

Mehr Infos zu den  Auszeichnung unter www.NABU-NRW.de/Schwalbenschutz .

Für Rückfragen: Thorsten Wiegers, NABU NRW Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0211-159251-13

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de