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Dienstag, 2018-12-18

Exkursion am 20. Juli 2013

Nachbericht zur NABU-Exkursion

Eine kleine Gruppe Naturinteressierter besuchte unter Leitung von Ulrich Nickel vom NABU (Naturschutzbund) das Waldgebiet "Davert" südlich von Münster, um die Schmetterlingsvielfalt in diesem über 2000 Hektar großen Naturparadies unter die Lupe zu nehmen. Falter mit Namen wie Großer Schillerfalter, Kleiner Eisvogel, Brauner Waldvogel, Dickkopffalter und Kleines Wiesenvögelchen zeigten sich den Naturfreunden, die von dem Reichtum der Tagfalter begeistert waren.


Ein Landkärtchen in der Frühlingsform

Das Foto zeigt ein Landkärtchen in der Frühlingsform. In der Sommerform sieht das Landkärtchen anders aus. Diese Erscheinungsform nennt man Saisondimorphismus, d. h. das saisonale Auftreten von zwei deutlich verschiedenen Erscheinungsformen einer Art.

 

Text und Bild: u. Nickel


Frei wie ein Schmetterling

Begeistert haben sie die Menschen schon immer. Die Namen, die ihnen gegeben worden sind, rühren von den unzähligen Legenden und Mythen, die ihnen seit Jahrhunderten anhaften. Die Schmetterlinge faszinieren die Naturfreunde mit ihrem anmutigen Flug, ihrer filigranen und zerbrechlichen Bauweise sowie ihrer farbenfrohen Erscheinung. Pfauenauge, Wiesenvögelchen und Kleiner Fuchs – Namen, die viel versprechen und zahlreiche Geheimnisse offenbaren. Der aufmerksame und scharfsinnige Beobachter erliegt der außergewöhnlichen Ästhetik und Faszination der Falter.

Dort, wo sie noch zahlreich vorkommen, ist die Welt noch in Ordnung, scheint das Gefüge der Natur zu funktionieren. Doch diese märchenhaften Lebensbedingungen sind in Gefahr. Diese grazilen Geschöpfe erleben zur Zeit einen starken Rückgang durch das Wirken des Menschen. Felder und Magerwiesen werden gedüngt, Moore entwässert, Straßen gebaut und Feuchtwiesen trocken gelegt. Die Biotope der Falter werden reduziert, ihr Lebenszyklus stark gestört.

Jeder kann den Schmetterlingen helfen. Gartenbesitzer können auf den Einsatz von Giften verzichten und ihren Garten für Falter attraktiv gestalten. Die Wiesen nicht zu häufig zu mähen, damit sich Wildpflanzen ansiedeln, erhöht die Schmetterlingsvielfalt im eigenen Garten. An Brennesseln können sich die Raupen vieler Schmetterlinge entwickeln. An ihren Futterpflanzen können sich die Falter laben. Von selbst stellen sich dann die farbenfrohen Gesellen ein.

Zu den etwa 2000 heimischen Großschmetterlingen werden neben den Tagfaltern die Spanner, Eulen, Schwärmer und Spinner gezählt. Die Spanner tragen diesen Namen, weil sich ihre Raupen wegen des Fehlens der vorderen Bauchbeine mit einem auffallenden „Katzenbuckel“ fortbewegen. Die Schwärmer haben ihren Namen wegen ihres guten Flugvermögens erhalten, während die Spinner wegen ihrer stark entwickelten Spinndrüsen so heißen.

Lediglich etwa 170 der 2000 Schmetterlinge gehören zu den Tagfaltern und ziehen unsere Aufmerksamkeit am stärksten in ihren Bann. Sie sind gut an den am Ende gekeulten Fühlern und ihrer tagaktiven Lebensweise zu erkennen.

Die Schmetterlinge haben unterschiedlichste Strategien entwickeln, um dem Winter zu trotzen. Neben physiologischen Tricks wie die Einlagerung von Glycerin in die Gewebe oder das Wandern in wärmere Gefilde überwintern viele Arten als Ei, andere wählen das Raupenstadium und verbergen sich unter der Baumrinde. Weit verbreitet ist die Überwinterung als Puppe. Nur wenige Falter überwintern ausgewachsen. Das Tagpfauenauge und der Zitronenfalter wählen diese Alternative.

Das Naturschutzgebiet Burg, die Haard und auch die Halden Hoppenbruch/Hoheward beherben eine erstaunliche Schmetterlingsvielfalt, die insbesondere im Juni/Juli zahlreiche Entdeckungen möglich macht. Sogar der seltene Schwalbenschwanz lässt sich wieder häufiger blicken.  [ Text und Bilder: U. Nickel ]
Hinweis: alle Bilder lassen sich per Mausklick öffnen und zeigen auch den Namen

 

Schmetterlinge aus Südamerika

von einer Reise von Peru nach Mexiko hat Stefan Zehm ein paar Schmetterlinge zur Verfügung gestellt. Die Namen sind leider nicht bekannt. Trotzdem glänzen sie mit ihrer Schönheit. Die ersten 7 Bilder stammen von Mindo Lindo und das 8. aus Banos. Der Schmetterling auf der 10. Position hat auch einen Namen = "ochenta y nueve" und lebt in Luna de Miel .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder © Stefan Zehm