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Mittwoch, 2017-12-13

ein Beispiel für ein Makrofoto

 

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Tipps zur Naturfotografie

Zwei Hobbys lassen sich wunderbar miteinander kombinieren – das Interesse an der Natur und der Fotografie. Einige Aktive der NABU-Stadtgruppe Recklinghausen hat das Fieber nicht nur für die Erlebnisse der Natur gepackt. Sie führen ihre Kamera immer bei sich und haben den Blick für die besonderen Momente in der Natur geschärft. Pflanzen, Tiere, Pilze und Landschaften sind vor ihren Kameras nicht sicher und lassen neue Ideen sprießen. Jeder Hobbyfotograf geht mit einer anderen Intention an sein Hobby heran.

Ein Naturfoto hält einmalige und vergängliche Momente aus dem reichen Schatz der Natur fest und kann durch die Art der Darstellung fesseln, aufrütteln und begeistern. Ein Naturfotograf verfügt durch seine große Sensibilität über eine wache und offene Wahrnehmung, die es ihm erlaubt, Fotos einzufangen, die ein unaufmerksamer und durch Hektik geprägter Zeitgenosse mit seinem getriebenen Verhalten unbekümmert passieren lässt. Mit Hilfe besonderer Lichtstimmungen und bisher kaum fotografierter Motive spricht der Naturfotograf das Herz des Betrachters an und sensibilisiert ihn für die Notwendigkeit, Naturschutzmaßnahmen durchzuführen.

Ein anderer Naturfotograf will mit seinem Hobby dokumentieren, aufklären und informieren.

Bestimmte Parameter helfen ihm, seinem Ziel, gute Fotos zu schießen, möglichst nahe zu kommen. Die Wahl der richtigen Blende, Belichtungszeit und ISO-Zahl spielt dabei eine ebenso große Rolle wie der goldene Schnitt, Linienführungen und unterschiedliche Lichtverhältnisse.

Um einen Vogel formatfüllend abzulichten, ist die Wahl einer guten Telebrennweite erforderlich. Eine große Blendenöffnung (2,8 oder 4) lässt den Hintergrund in Unschärfe verschwinden. Der Vogel wird freigestellt vor einem ruhigen Hintergrund.

Im Nahbereich kann ein gutes Makroobjektiv wertvolle Dienste erweisen. Für Pflanzenaufnahmen eignet sich insbesondere ein 90mm Makroobjektiv. Für die Aufnahme von Insekten muss der Fotograf schon zu einem 150 mm oder 180 mm greifen, um einen ausreichenden Arbeitsabstand zwischen sich und dem Motiv herzustellen. Der Schmetterling wird nicht aufgescheucht. Der Fotograf kann in Ruhe sein Bild planen. Die Wahl einer kleinen Blendenöffnung (16, 22) sorgt für eine große Schärfentiefe, wenn z. B. eine Blüte vollkommen scharf abgebildet werden soll. Soll nur ein kleiner Teil der Pflanze scharf abgebildet werden, wählt der Naturfotograf eine große Blendenöffnung, so dass unwichtige Bildelemente durch die Unschärfe in den Hintergrund treten.

Ein Naturfotograf muss keine Profikamera besitzen, um gute Fotos zu machen. Selbst mit einfachen Kameras lassen sich zufriedenstellende Bilder schießen. Wichtig ist das Beherrschen mancher Fotoregeln, der Spaß an der Fotografie und Natur. Sich starr an die Fotoregeln zu halten, hieße, seine Individualität aufzugeben. Erst sich bewusst über manche Faustformel hinweg zu setzen, gibt dem Bild die gewollte Aussagekraft eines Fotos nach dem Motto “Versuch macht klug”. Zu wissen, wann die Anwendung einer Fotoregel sinnvoll erscheint und wann nicht, macht die hohe Fotokunst aus.

 

Text und Bilder: U. Nickel