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Sonntag, 2019-01-20

NSG Johannistal

Der Lohweg liegt auf dem Rücken des Vestischen Höhenrückens und bietet bei gutem Wetter schöne Aussichten in alle Himmelsrichtungen. Im Westen ragt das Horizontobervatorium auf der Halde Hoheward weit in den Himmel und dient als vorzügliches Orientierungsmerkmal. Im Norden bestimmt die Haard das Geschehen. Südlich des Lohwegs wurde das Johannistal als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um das geowissenschaftlich wertvolle Trockental mit altholzreichen, naturnahen Buchen- und Eichenbeständen zu schützen. Weidegrünland, Kleingehölze und Hohlwege, die als Lebensraum für Hecken- und Höhlenbrüter in Frage kommen, wechseln sich in diesem ca. acht Hektar großen Schutzgebiet ab. In diesem Trockental, das durch die Gletscher der Eiszeit entstanden ist, fallen die hohen und bewaldeten Böschungshänge auf. Inmitten der flachwelligen und ackerbaulich genutzten Landschaft stellt das Schutzgebiet ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen dar.

Auch Wanderer und Spaziergänge kommen hier auf ihre Kosten. Los geht es am Kreisverkehr Lohweg/Ostcharweg Richtung Ostfriedhof. Wenn wir diesen passiert haben, biegen wir in den Frankenweg Richtung Osten ab und genießen den schönen Ausblick Richtung Süden. Links und rechts des Weges sehen wir das eben angesprochene Trockental, das in der intensiv genutzten Landschaft sofort ins Auge fällt. Es dehnt sich etwa einen Kilometer von Nord nach Süd aus. Wir setzen unsere Wanderung fort. Auf den Feldern sind im Winter Schwärme von Rabenkrähen und Dohlen zu beobachten, die sofort auffliegen, wenn die Fluchtdistanz zu gering wird. An der nächsten Weggabelung orientieren wir uns links Richtung Norden (Burgstraße) und lassen links einen kleinen Segelflugplatz liegen, bis wir den Lohweg erreichen. Wir biegen links in diesen ein und laufen zurück Richtung Kreisverkehr. Die Wanderung lässt sich auch weiter fortsetzen, indem wir den Ostcharweg nach Norden benutzen, die Dortmunder Straße überqueren und uns nach Oer-Erkenschwick wandern. So können wir bis in die Haard gelangen. Je nach Kondition und Lust kann jeder seine individuelle Laufstrecke festlegen. Eins ist gewiss: Das Natur- und Landschaftserlebnis lohnt einen Besuch. [Text und Bilder: U. Nickel]