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Dienstag, 2018-10-23

NABU NRW Landtagswahltour Natur

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 20/17 | 21. April 2017

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NABU NRW Landtagswahltour Natur Tumbrinck: Nordrhein-Westfalen braucht dringend eine naturverträgliche Landwirtschaft

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Düsseldorf/Alpen Im Rahmen seiner ´Wahltour Natur´ von Kranenburg nach Köln forderte der NABU NRW heute bei einem Zwischenstopp auf dem biologisch-dynamisch bewirtschafteten Schanzenhof in Alpen am Niederrhein die Ökologisierung und Regionalisierung der Landwirtschaft stärker als bisher voranzutreiben. Nur mit einer naturverträglichen Landwirtschaft wird es zu schaffen sein, das Artensterben in der Feldflur zu stoppen. Dazu müssen die EU-Fördergelder für Agrarpolitik künftig aber anders verteilt werden, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW.

Bisher fließe der Großteil der landwirtschaftlichen Fördergelder - derzeit immerhin fast 40 Prozent des gesamten EU-Haushaltes - in pauschale, flächenbezogene Agrarsubventionen. Dies zwinge die Landwirte zu immer intensiveren Produktionsmethoden, die erhebliche Schäden an Natur und Umwelt verursachen. Massives Artensterben in der Kulturlandschaft, Nitratbelastung des Grund- und Trinkwassers, daher drohender Anstieg der Wasserpreise, zunehmende Gesundheitsgefahren durch Antibiotika-Resistenzen und massive Emissionen, seien nur einige der Probleme, die zudem von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern massiv subventioniert werden.

Trotzdem gehe das Höfesterben weiter. Viele Bauern rackern bis zum Umfallen und sehen dennoch keine Perspektive. Eine offene und ehrliche Diskussion der Agrarpolitik und die gemeinsame Suche nach zukunftsfähigen Lösungen sind daher mehr als überfällig mahnte der NABU-Vorsitzende. Eine neue Landwirtschaftspolitik ab 2020 müsse daher fair zu Landwirten und Verbrauchern, ökologisch nachhaltig und global verantwortungsvoll ausgerichtet sein. Der NABU fordere deshalb unter anderem eine konsequente Kopplung aller Agrarzahlungen an ökologische Mindestkriterien, eine deutliche Reduktion des Einsatzes von Pestiziden und Düngemitteln sowie ein Verdopplung der Anbaufläche im Ökolandbau.

Wer die Forderungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige EU-Agrarpolitik unterstützen möchte, der kann sich in einem vereinfachten Verfahren auf der Internetseite www.NABU.de/abstimmen direkt an Brüssel wenden. Bereits im Februar hatte die EU-Kommission die öffentliche Befragung zur Zukunft der Agrarpolitik nach 2020 gestartet. Diese Befragung läuft noch bis zum 2. Mai.

Vom 18. bis 27. April 2017 wandert der NABU NRW auf seiner "Wahltour Natur rund um naturschutzpolitische Themen zur Landtagswahl. Die Wanderung führt auf dem rheinischen Teil des Jakobsweges in 10 Tagesetappen von Kranenburg bis nach Köln. Dabei stellt der NABU NRW seine Anforderungen an eine zukünftige und nachhaltige Naturschutzpolitik vor.

Weitere Informationen zum Ablauf und zu den tourenbegleitenden Veranstaltungen der NABU- Wahltour Natur sowie den NABU-Kernforderungen zur Landtagswahl 2017unter https://nrw.nabu.de/landtagswahl2017.

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 01733094817

Christian Chwallek, stellv. Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0172 3050359

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


NABU wandert für mehr Naturschutz in NRW

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 18/17 | 18. April 2017

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NABU wandert ab heute für mehr Naturschutz in NRW

Tumbrinck: Zukünftige Landesregierung muss der Biologischen Vielfalt einen hohen Stellenwert beimessen

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Düsseldorf/Kranenburg Am 14. Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Nicht zuletzt wird es bei dieser Wahl auch darum gehen, ob und wie sich unser Land in den kommenden Jahren nachhaltig entwickeln wird. Für den NABU ist es keine Frage, dass eine nachhaltige Entwicklung für NRW das zentrale Ziel der nächsten Landesregierung sein muss. Mit der heute in Kranenburg gestarteten Landtagswahltour Natur des NABU NRW legt der größte nordrhein-westfälische Naturschutzverband anhand regionaler Beispiele den Fokus auf Kernthemen des Naturschutzes und zeigt auf, wo die entscheidenden Punkte für eine nachhaltige und zukunftsfähige Politik liegen.

Mit einer Auftakt-Pressekonferenz startete heute die erste Etappe der NABU-Wahltour Natur von Kranenburg nach Kleve. Zum Thema ´Biodiversität´ begrüßte der NABU NRW Umweltminister Johannes Remmel und Jochen Flasbarth, Staatsekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit. Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist es nach wie vor, den Artenschwund endlich zu stoppen. Dieser müssten sich Bundes- wie Landesregierung zukünftig deutlich engagierter als bisher stellen, da wir immer mehr Arten verlieren. Sogar Bestände ehemaliger Allerweltsarten befinden sich mittlerweile im Sinkflug, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW.

Zwar habe Nordrhein-Westfalen seit 2015 eine Biodiversitätsstrategie. Und auch das im vergangenen Jahr novellierte Landesnaturschutzgesetz werde dem Erhalt der Biologischen Vielfalt einen weiteren Anschub geben. Doch immer noch seien laut aktueller Roter Liste 45 Prozent unserer wildlebenden heimischen Pflanzen - und Tierarten gefährdet. Es bleibt also noch viel zu tun, so Tumbrinck weiter. Daher gelte es beispielsweise in der kommenden Legislaturperiode dringend weitere Flächen dauerhaft für den Naturschutz zu sichern und mit Blick auf den Klimawandel Wander- und Ausbreitungskorridore für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Wolle man die biologische Vielfalt Nordrhein-Westfalens erhalten, müssen umfassende Naturschutzmaßnahmen getroffen werden.

Trotz einiger positiver Entwicklungen sind immer noch zahlreiche Arten- und Lebensräume in NRW bedroht. Das macht deutlich: Tiere und Pflanzen brauchen wieder Platz in unserer Umgebung, in der Agrarlandschaft, aber auch in Städten, Gewässern und Wäldern. Wir müssen Naturschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen, denn unsere Ziele können wir nur gemeinsam, auch mit den Landnutzern erreichen, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Die Landesregierung habe dazu 2015 eine Biodiversitätsstrategie für NRW auf den Weg gebracht. Diese bilde mit dem Landesnaturschutzgesetz die wesentliche Grundlage für einen ambitionierten Naturschutz. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist eine der zentralen Herausforderungen unseres Jahrhunderts, vergleichbar mit dem Klimaschutz. Sie ist die Kernaufgabe des Naturschutzes. Nur wenn alle Akteure dies zu ihrem Thema machen, kann es uns gemeinsam gelingen, die biologische Vielfalt diesen Schatz vor unserer Haustür für künftige Generationen zu erhalten, forderte Minister Remmel.

Und Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, erklärte: Wir müssen Artenschwund und Naturverlust in unserem Land endlich aufhalten. Dafür braucht der Bund starke Mitstreiterinnen und Mitstreiter, allen voran die Bundesländer. Von zentraler Bedeutung ist die Ökologisierung der Landwirtschaft. Nordrhein-Westfalen spielt dabei als wichtiges Agrarland und als stärkstes deutsches Verbraucherland eine zentrale Rolle!

Vom 18. bis 27. April führt die NABU-Wahltour Natur auf dem rheinischen Teil des Jakobswegs in zehn Tagesetappen von Kranenburg bis nach Köln. Themenschwerpunkte der einzelnen Etappen werden unter anderem die Biologische Vielfalt, die Landwirtschaft, die naturverträgliche Energiewende oder der Ressourcen- und Flächenverbrauch sein. In tourbegleitenden Diskussionsrunden und Pressekonferenzen werden die zentralen NABU-Forderungen an regionalen Beispielen festgemacht.

Weitere Informationen zum Ablauf und zu den tourenbegleitenden Veranstaltungen der NABU- Wahltour Natur sowie den NABU-Kernforderungen zur Landtagswahl 2017unter https://nrw.nabu.de/landtagswahl2017.

Für Rückfragen:                                                                                                               
Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0173 30 94 817

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Mobil: 01578 746 14 75 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de