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Sonntag, 2019-01-20

Mittelspecht

Das Thema „Spechte“ assoziiert nahezu jeder sofort mit dem Buntspecht. Jeder kennt ihn, wenn er an einem Baumstamm nach Insektenlarven sucht. In Recklinghausen lebt auch der Mittelspecht, der weitaus seltener vorkommt und größere Ansprüche an seinen Lebensraum stellt. Neben Schwarz-, Klein- und Buntspecht vervollständigt der Mittelspecht die in der Festspielstadt vorkommende Spechtfamilie.

Wie kann man mich erkennen?: Auf den ersten Blick sehe ich wie ein Buntspecht aus. Schaut man genauer hin, unterscheide ich mich von meinem Freund, dem Buntspecht, deutlich. Ich besitze ein weißes Gesicht mit nur schwachen schwarzen Gesichtszeichen und eine rote Kappe. Beim Buntspecht ist nur die hintere Stirn rot gefärbt.

Wie verständige ich mich eigentlich?:Mein Ruf ist eindeutig von den anderen Spechten zu unterscheiden. Dabei gebe ich ein deutliches kwääh kwääh kwääh oder ähnliche Rufe von mir. Ich trommel eher selten. Der Trommelwirbel ist nicht so kräftig ausgeprägt wie beim Buntspecht. Der Ruf dient zur Reviermarkierung und auch als Balzgesang.

Wie verbringe ich meinen Alltag?:Ich verteidige meine Reviere hart und agressiv.Auch meine Feinde wie Eichhörnchen, Nager und Bilche attackiere ich forsch,während ich bei meinen Feinden, die aus der Luft kommen (Greifvögel), still verharre. Finde ich dann Ruhe, niste ich in Baumhöhlen mit weichem Holz (Pappeln oder Weiden). Die Eiablage erfolgt im April. Ich bin ein standorttreuer Vogel

Was esse ich gern?:Ich bin immer auf der Suche nach Insekten. Besonders Gliederfüßler mag ich zum Fressen gern. Ich jage ausschließlich auf Bäumen in den höheren Baumlagen. Am Boden fühle ich mich nicht sehr wohl und suche nur selten auf dem Boden nach Nahrung.

Wo kann man mich beobachten?: Obwohl ich zu den seltenen und schwer zu beobachtenden Spechten gehöre, weil ich selten trommel und nur am Ruf zu unterscheiden bin, kann man mich mit ein wenig Glück in Recklinghausen beobachten. Gerade im nordöstlichen Stadtrandgebiet bin ich hin und wieder zu beobachten. Die beste Beobachtungszeit ist im Frühjahr. Besonders im Februar, März oder im Juni mache ich auf mich aufmerksam. Im Laufe des Jahres nehmen die Rufe und das Trommeln ab. Ich bin nochmals im Spätherbst zu hören.

[ Text und Bild: Meik Matiszik ]