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Sonntag, 2019-01-20

Der Mäusebussard

Jeder kennt ihn. Doch nicht von jedem wird er geliebt – der Mäusebussard. Er unterliegt dem Jagdrecht und wurde bis zum Beginn der 70ziger Jahre gejagt. Seit 1970 genießt er ganzjährige Schonzeit. Dennoch wird ihm heute immer noch nachgestellt. Mit ca. 70.000 Brutpaaren gehört der mittelgroße Greif, der eine Flügelspannweite von 117 – 130 cm besitzt, in Deutschland zu unseren häufigsten Beutegreifern. An fast jeder Autobahn sitzt der Bussard auf Pfosten und wartet auf tot gefahrene Beute, die er gerne verspeist. Auch in der offenen Landschaft lauert er auf Bäumen und kleinen Pfählen, um Mäuse und andere kleine Beutetiere zu jagen. Regenwürmer und Insekten ergänzen sein Nahrungsspektrum. Diese Jagdstrategie wird auch als sit and wait bezeichnet. Nicht selten verharrt er auf einer Stelle auf dem Acker, um die Umgebung nach Beutetieren abzusuchen. Sein Gefieder variiert von Dunkelbraun bis fast Weiß. Sein Lebensraum sind offene Landschaften, wie Wiesen, Äcker, Heiden mit angrenzenden Waldgebieten, in denen er sein Nest baut. [Text und Bild: U. Nickel]