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Sonntag, 2019-01-20

Lasthauser Moor

Das Lasthauser Moor gehört zu den Kleinoden in unserer Umgebung, die kaum einer kennt. Es liegt in der Nähe der Jugendherberge Dorsten, gut geschützt in einem Kiefernwald. Naturschutzgebietsschilder wurden nicht aufgestellt. Vom Forstweg lässt es sich gut einsehen. Wer sich näher mit der Flora diesen kleinen Moores beschäftigt, ist von ihrer Vielfalt überrascht. In einem kleinen Bestand wächst im Moorbereich – nicht zugänglich – Calla palustris, die Schlangenwurz (Sumpf-Calla), die unter Naturschutz steht und in Nordrhein-Westfalen zu den gefährdeten Pflanzenarten zählt. Ein Heideweiher, Übergangsmoor und feuchte wie auch trockene Heide machen das Lebensraummosaik aus. Sonnentau fühlt sich im Moor wohl, während sich in den feuchteren Heidebereichen die Glockenheide in guten Beständen angesiedelt hat. Seit 1956 steht das Lasthauser Moor unter Schutz. Mit einer Fläche von gut einem Hektar gehört es zu den kleinsten im Kreis Recklinghausen. Auf Grund seiner Biotop- und Pflanzenausstattung zählt es jedoch zu den bedeutendsten im Vestischen Kreis. Der zentrale Mooskörper setzt sich aus verschiedenen Moosarten zusammen. Schmalblättriges und Scheidiges Wollgras ragen aus dem unzugänglichen Moorkörper. [Text und Bilder: U.Nickel] für größere Bilder KLICK