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Sonntag, 2019-01-20

Kranenmoor ( vor 1950 Kranenmeer )

Nicht weit von der nördlichen Kreisgrenze (Dorsten-Rhade) entfernt, liegt im Kreis Borken ein Naturschutzgebiet, das mit seiner Größe von ca. vier Hektar 1950 als Schutzgebiet ausgewiesen wurde. Dieser Heideweiher, auch Kranenmoor genannt, wird zur Zeit überwiegend von Kiefernwäldern umgeben. Nachdem das nährstoffarme Gewässer durch Intensivierung der Landwirtschaft jahrzehntelang mit vielen Nährstoffen versorgt wurde, nahmen zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten im Bestand ab. Vor über 100 Jahren wurde der Kiefernwald aufgeforstet, um die Stämme als Stütze für den Bergbau zu gebrauchen, weil damit gerechnet wurde, dass der Bergbau nordwärts wandert. Doch dazu kam es nicht. Die Kiefer eignete sich hervorragend als Stütze, weil sie knackt, bevor sie bricht. Die Bergleute konnten sich in Sicherheit bringen, noch bevor die Kieferstützen einstürzten.

 1994 wurde das Naturschutzgebiet auf 54 Hektar erweitert. Die Grundlage für eine Erholung und Zunahme der Artenvielfalt wurde gelegt. Ein kleiner Wanderweg (wirklich sehr klein) führt zum renaturierten Heideweiher und informiert über die Artenausstattung dieses schönen Naturschutzgebietes. Wälder umgeben das Schutzgebiet. Mit etwas Glück zeigt sich der seltene Schwarzspecht oder huscht ein Baumläufer den Stamm eines Baumes

 

hoch. Aufmerksame Beobachter entdecken ein Phytotelma, ein Kleinstgewässer, das sich in der Vertiefung eines Baumes befindet. Das Wasser stammt meist vom Regen.

[ Text und Bilder: U.Nickel ]

Link zum Kreis Borken