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Sonntag, 2019-01-20

Halde Ellinghorst

Während es sich bei der Halde Rheinbaben um eine typische Bergehalde handelte, wurde die Halde Ellinghorst, die gegenüber Rheinbaben liegt und nur durch die Autobahn A 2 von ihr getrennt wird, als Mülldeponie genutzt. Offenbar erfüllte sie zunächst doch die Aufgabe als Bergehalde, bevor ihre Funktion geändert wurde. Da der 22 Hektar große Bereich der natürlichen Entwicklung überlassen wurde, haben sich hier Pflanzen und Tiere ohne Einfluss des Menschen entwickeln können. Ein Mosaik aus Offenlandbereichen (Brach- und Grünland) mit wechselfeuchten Mulden und Senken sowie Gebüsch- und Waldstrukturen entstanden. Im Rahmen des Landschaftsplans Gladbeck wurde das Gebiet 2001 unter Naturschutz gestellt.

Auch heute wird das Naturschutzgebiet der natürlichen Entwicklung überlassen. Die Kreuzkröte hat sich die kleinen Tümpel als Nische erobert. Die halboffenen Bereiche werden durch undurchdringliche Goldrutenbestände geprägt. Die feuchten Mulden werden von kleinen Seggenrieden bewachsen. Vegetationsarme Stellen sind von einem schütteren Moos- und Flechentenbewuchs überzogen. Heute besitzt die Halde innerhalb des städtischen Ballungsraumes „Inselcharakter“ und erfüllt eine große Funktion als Ausweichgebiet für Flora und Fauna. Beide Halden sind durch gut angelegte Wanderwege miteinander verbunden.  [Text und Bilder: U. Nickel] Klick zum Vergrößern

Gedicht zur Halde Ellinghorst

Die Halde Ellinghorst !

Die Halde Ellinghorst in Gladbeck

liegt nicht sehr versteckt.

Direkt an der Autobahn gelegen,

ist es für sie kein Segen.

Lärm und Schmutz liegen in der Luft,

also kein schöner Duft.

Dennoch heute ein Paradies für Kreuzkröten,

ist ein Schutz dringend vonnöten.

Früher eine Mülldeponie,

heute naturnah wie noch nie.

Jahrzehntelang sich selbst überlassen,

darf man eine Entdeckung nicht verpassen.

Mitten in unserem Revier,

da fühl ich mich wohl, eben hier.

[U. Nickel]