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Sonntag, 2019-01-20

 

Herbstzeit - Naturgenuss für die Sinne

Die Zugvögel haben ihre Reise in den Süden angetreten. Manche Pflanzen verzaubern uns noch mit der Farbenpracht ihrer Blüten, auch wenn diese wunderbaren Momente gezählt sind. Die Säugetiere huschen noch emsig im Wald und auf der Wiese herum, um genug Winterspeck für die kalte Jahreszeit anzusammeln. Die Aktivitäten der Tiere und Pflanzen laufen langsam auf Sparflamme. Auch der menschliche Körper kommt zur Ruhe und bereitet sich auf die kurzen Tage vor.

Der Herbst mit seinen bunten Farben und zahlreichen Früchten zieht uns vor dem Winteranfang nochmals so richtig in seinen Bann und macht Lust auf lange Spaziergänge, sportliche Radtouren und stundenlanges Naturerleben.

Die Haard lädt geradezu magisch ein, Stunden in der Natur zu verbringen und die Akkus aufzuladen. Eine Radtour durch den Recklinghäuser Norden bis in die Haard offenbart all die Reize, für die der Herbst steht. Die Sonne lacht zwischen den bunten Blättern der Bäume hervor und lässt interessante Lichtspiele zu. Das Drüsige Springkraut verzaubert mit seinen Blüten im Gegenlicht. Die langen Kapselfrüchte schleudern, wenn sie reif sind, auf kleinsten Druck hin die Samen wie kleine Gewehrkugeln heraus. Mit diesem Schleudermechanismus verbreitet die aus Indien stammende Pflanze ihre Samen. Die Pilzfraktion hat jetzt im September/Oktober ihre Hochsaison. An jeder Ecke wachsen unterschiedliche Pilze. Bis zu 6000 verschiedene Arten kommen in Mitteleuropa vor.

Von Mutter Wehner führt uns die Fahrradtour zum Johanniskreuz. Hier halten wir uns rechts Richtung Nordosten und biegen in die Ahsener Allee ein. Wir radeln entlang des Gernebachtales, das vom Weg den Blick freigibt auf dieses ca. 40 Hektar große Naturschutzgebiet. Libellen huschen um uns herum und faszinieren uns mit ihrem grazilen Flug. Bis in den November sind die fluggewandten Insekten in der Haard zu entdecken. Der Rohrkolben hat sich im Gernebachtal ausgebreitet und bildet ansehnlich Bestände.

Wir können jetzt am Kanal Richtung Flaesheim fahren und von dort wieder zurück zum Johanniskreuz oder aber auf krummen Pfaden neue Wege entdecken und den Herbst in uns aufsaugen.

[ Text und Bilder: U. Nickel ] alle Bilder kommen mit einem Mausklick richtig zur Geltung. zum NSG Gernebachtal