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Dienstag, 2018-12-18

Amsel

Große Vogelzählaktion von Vatertag bis Muttertag

Umwelt/Natur erleben/Vögel

Große Vogelzählaktion von Vatertag bis Muttertag

NABU NRW lädt vom 10. bis 13. Mai zur 14. "Stunde der Gartenvögel"

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Berlin/Düsseldorf – Sag mir, wo die Vögel sind: Der NABU ruft gemeinsam mit seiner Jugendorganisation NAJU und seinem bayerischen Partner LBV zur diesjährigen deutschlandweiten Vogelzählung in Gärten und Parks auf. Die 14. „Stunde der Gartenvögel“ findet von Vatertag bis Muttertag, also vom 10. bis zum 13. Mai statt. Auch in Nordrhein-Westfalen wird wieder gezählt. Am langen Wochenende von Christi Himmelfahrt bis zum Sonntag haben Vogelfreunde diesmal einen Tag mehr Zeit für die Zählung. Der NABU hofft auf rege Teilnahme, denn je mehr Menschen mitmachen, umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse.

Der NABU blickt inzwischen auf 13 Jahre „Stunde der Gartenvögel“ zurück. „Die umfangreichen seit 2005 gesammelten Daten ermöglichen uns solide Aussagen über Zu- und Abnahmen“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Über den Zeitraum zeigten sich bei den häufigsten Vögeln des Siedlungsraumes bei 20 Arten eine Zunahme, bei 17 Arten abnehmende Zahlen und bei weiteren 20 Arten keine Tendenz in die eine oder andere Richtung. Auch hat sich die Gesamtzahl der Vögel im Siedlungsraum seit 2005 nur wenig verändert – auch wenn es in einzelnen Jahren Schwankungen gibt. „Damit hebt sich die Entwicklung in Gärten und Parks erfreulicherweise deutlich von den drastisch schwindenden Vogelbeständen unserer Wiesen und Felder ab, die einen Großteil der Fläche Deutschlands ausmachen“, so Lachmann.

Im vergangenen Jahr hatten fast 61.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel  mitgemacht und aus über 40.000 Gärten insgesamt über 1,4 Millionen Vögel gemeldet. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“, handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion. In Nordrhein-Westfalen beteiligten sich über 11.000 Vogelfreunde und zählten in fast 8000 Gärten rund 250.000 Vögel.

Und so funktioniert die Teilnahme: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 12. und 13. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – oder einfach im Internet unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden. Meldeschluss ist der 21. Mai.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart bundesweit oder in einem ausgesuchten Bundesland oder Landkreis entwickelt hat. Meldungen und Ergebnisse für NRW sind auch direkt unter www.nabu-nrw.de/gartenvoegelnrw/ möglich bzw. einzusehen.

Für kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (7. bis 11. Mai) ins Leben gerufen. Ein großes NAJU-Aktionspaket versorgt teilnehmende Gruppen und Klassen mit Zählkarten, einem „Vogelbüchlein für die Hosentasche“ für jedes Kind, einem NAJU-Poster, auf dem Kinder die häufigsten Vogelarten in Deutschlands Gärten und ihre Besonderheiten kennenlernen, sowie einem Begleitheft. Hierin finden Gruppenleiter, Lehrer und Erzieher die Anleitung für eine Gartenvogel-Rallye mit spannenden Wissens- und Spielstationen, die mit wenig Aufwand überall im Freien durchgeführt werden können. Das Aktionspaket kann im NABU-Shop bestellt werden: www.NABU-Shop.de. Weitere Informationen unter www.NAJU.de/sdg

Informationen finden Sie unter www.stundedergartenvoegel.de, kostenfreie Pressebilder unter www.NABU.de/sdg-pressebilder.

Einen Teilnahmebogen zur Verwendung in Printmedien gibt es unter www.nabu.de/sdg-medieninfos

Für Rückfragen in NRW:

Heinz Kowalski, stellv. Vorsitzender NABU NRW und Sprecher Bundesfachausschuss Ornithologie, mobil: 0160 8856 396

Birgit Königs, Pressesprecherin NABU NRW, Tel. 0211-159251-14, mobil: 0173 4699296

Für Rückfragen bundesweit:

Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel.: +49(0)30-284984-1620, Mobil: 0172-9108275, E-Mail: Lars.Lachmann(at)NABU(dot)de

Silvia Teich, NABU-Pressestelle, Tel.: +49(0)30-284984-1588, E-Mail: Silvia.Teich(at)NABU(dot)de

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


NABU: Deutschlands größte Vogelzählung startet wieder

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 1/17 | 4.JANUAR 2017

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Umwelt/Vögel

NABU: Deutschlands größte Vogelzählung startet wieder

Gibt es wirklich weniger Vögel in unseren Gärten? Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 8. Januar 2017 soll Aufschluss geben

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Berlin/Düsseldorf – Vom 6. bis 8. Januar 2017 findet zum siebten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

In den vergangenen Monaten erreichten den NABU bundesweit vermehrt Meldungen, dass die zu dieser Jahreszeit üblichen Vögel am Futterhäuschen oder im Garten vermisst werden. Vermutet wird dabei oft ein Zusammenhang mit der Vogelgrippe, den der NABU aber nicht bestätigen kann, da Singvögel nicht von der Geflügelpest befallen werden. Möglich ist also, dass es sich beim vermuteten Fehlen der Gartenvögel lediglich um einen psychologischen Effekt handelt, hervorgerufen durch zahlreiche Medienberichte über verschiedene Vogelkrankheiten. Andererseits zeigen erste Auswertungen von gesammelten Beobachtungen, dass in der Tat, einige Arten wie Kohl- und Blaumeisen, aber auch Eichelhäher und Amseln in diesem Jahr deutlich weniger häufig beobachtet werden.

 „Die große und bundesweit durchgeführte ‚Stunde der Wintervögel‘ wird klären können, ob es in diesem Winter wirklich außergewöhnlich wenige Gartenvögel gibt. Je mehr Teilnehmer, desto genauer werden die Ergebnisse sein. Die gesammelten Meldungen werden uns auch verraten können, welche Vogelarten und welche Regionen besonders betroffen sind und damit wertvolle Hinweise auf mögliche Ursachen liefern. Daher freuen wir uns, wenn möglichst viele Menschen mitmachen“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Denkbar wäre, so Lachmann, ein geringerer Zuzug von Vögeln aus dem Norden und Osten oder dass viele Vögel aufgrund des bisher sehr milden Winters auch außerhalb der Gärten noch viel Nahrung finden. Genauso sei es aber auch möglich, dass heimische Gartenvögel im vergangenen Jahr besonders wenige Jungvögel aufgezogen haben.

Bei Amseln und Grünfinken rechnen die Forscher mit Auswirkungen wegen aufgetretener Vogelkrankheiten: Mit Spannung erwartet wird das Ergebnis zum Amsel-Bestand. Denn im Herbst 2016 kam es in Teilen des Landes erneut zu einem Amselsterben durch das Usutu-Virus, über 1300 Verdachtsfälle wurden dem NABU gemeldet. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen. „Ein Vergleich der Amselzahlen in den betroffenen Regionen mit denen Usutu-freier Gebieten wird zeigen, welche Auswirkungen diese neue Vogelkrankheit auf die Bestände hatte“, erklärt Lachmann. Das sogenannte „Grünfinkensterben“ (Trichomoniasis) wird dagegen durch einen einzelligen Parasiten ausgelöst, der die Art vor allem im Umfeld sommerlicher Vogelfütterungen befällt. Seit einigen Jahren tritt es gehäuft in Deutschland auf, und seit 2014 haben die Forscher einen deutlichen Rückgang der Grünfink-Zahlen festgestellt. Sie befürchten eine Fortsetzung dieses Trends.

Mancher Vogelfreund wird am Zählwochenende vielleicht auch eine freudige Entdeckung machen können: Denn die nur unregelmäßig aus dem hohen Norden nach Deutschland wandernden exotisch anmutenden Seidenschwänze sind in diesem Jahr anscheinend vermehrt unterwegs. Auch das Ausmaß dieses Einflugs wird sich aus den Zählergebnissen ablesen lassen.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Und so funktioniert es: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen im eigenen Garten oder einer anderen Stelle im besiedelten Raum (Dörfer und Städte) aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die innerhalb einer selbstgewählten Beobachtungsstunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die festgestellten Anzahlen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet und regelmäßig aktualisiert. Zudem ist am 7. und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Bei der letzten „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2016 beteiligten sich über 93.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 63.000 Gärten und Parks mit über 2,5 Millionen gezählten Vögeln ein. Allein in NRW nahmen rund 13.000 Menschen teil und zählten 334.000 Vögel. Gemessen an der Einwohnerzahl waren die Vogelfreunde in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein am fleißigsten. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Blaumeise, Feldsperling und Amsel. In Nordrhein-Westfalen lag 2016 die Kohlmeise vor dem Spatzen, gefolgt von Blaumeise, Amsel und Elster.

Im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 9. bis 13. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fünf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

Informationen zur Aktion unter www.stundederwintervoegel.de. Mehr zur „Stunde der Wintervögel 2017“ in NRW unter https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/sdw/.

Zur Aktion stellt der NABU eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Vogelarten sowie Tipps zur Winterfütterung zur Verfügung. Für Printmedien gibt es einen druckfähigen Teilnahmecoupon samt Vogelgalerie, Onlinemedien können die Meldemöglichkeit zur „Stunde der Wintervögel“ als Widget einbinden. Neue Info-Grafiken zum Thema „Wer frisst was?“ stellt der NABU kostenlos zum Abdruck zur Verfügung unter www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ueber-die-aktion/medieninfos.html , Pressefotos zum Download gibt es unter www.nabu.de/presse/fotos/#stundederwintervoegel

Ein Video, das zeigt, wie man einfach selbst einen Futterspender für Vögel bauen kann, finden Sie zum kostenlosen Einbinden unter: www.NABU.de/futterspender-bauen

Audio-Files der häufigsten Gartenvögel stellen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Für Rückfragen:

Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel.: 030-284984-1620, Mobil: 0172-9108275, E-Mail: Lars.Lachmann@NABU.de

Heinz Kowalski, stellv. NABU-Landesvorsitzender NRW und Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Ornithologie und Vogelschutz, Tel. 02261-43686 oder 0160 8856396 Birgit Königs, Pressesprecherin NABU NRW, Tel.: 0211-159251-14, mobil: 0173 46 99 296

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

Stunde der Wintervögel

Auffallend wenige Singvögel in Gärten und Parks
NABU NRW: Zahlreiche besorgte Nachfragen aus allen Landesteilen | Vogelbeobachtungen bei der Stunde der Wintervögel vom 6.- 8. Januar 2017 melden
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Düsseldorf: In den letzten Wochen häufen sich die Anrufe besorgter Bürger und Vogelschützer, die beim NABU NRW nachfragen, warum in ihrem Garten und am Futterhaus derzeit so wenige oder gar keine Vögel erscheinen. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren dabei eine Rolle, sagt Heinz Kowalski, Ornithologe des NABU. Falsches Futter könne man aber eher ausschließen, denn die Vielzahl der Anrufe aus allen Landesteilen Nordrhein-Westfalens zeigten deutlich, dass es sich nicht um ein lokales Problem handelt. Ebenso käme die derzeit auftretende Vogelgrippe nicht als Ursache in Frage. Von ihr seien nur wenige Wildvögel wie Enten, Greifvögel oder Eulen betroffen. Vielmehr sehen die Vogelkundler des NABU zwei Hauptursachen für den auffälligen Rückgang der heimischen Singvögel.

Zum einen sei die schlechte Brutsaison 2017 dafür verantwortlich, so Kowalski. Nässe und Kälte in diesem Frühjahr und Frühsommer hätten zahlreiche geschlüpfte Jungvögel an Unterkühlung sterben lassen. Zudem habe die nasskalte Witterung einen zusätzlichen Mangel an Insektennahrung zur Folge gehabt. Jungvögel, die nicht an Kälte gestorben sind, seien schlicht verhungert. Viele Vogelschützer, die derzeit Nistkästen säuberten, fänden darin Nester mit toten Jungvögeln oder gar nicht erst ausgebrüteten Eiern. Da zum Beispiel Meisen in der Regel nur einmal jährlich brüten dafür aber immer relativ viele Eier legen, fehlt jetzt der Nachwuchs aus dieser Brutsaison, erklärt der NABU-Vogelexperte.

Während es wetterbedingt immer mal wieder schlechte Jahre für die Vögel gebe und so ein Ereignis meist in den Folgejahren wieder ausgeglichen werde, beobachten Vogelschützer seit Jahren zudem ein generelles Problem für den Vogelbestand. Eine ernste Gefahr stelle die Landschaftsveränderung durch die industrielle Landwirtschaft mit dem dramatischen Anstieg von Mais- und Rapsmonokulturen sowie der zunehmende Einsatz von Pestiziden dar. Kowalski: Darin wird auch eine der Ursachen für den Besorgnis erregenden Rückgang von Fluginsekten gesehen. So konnten die Insektenkundler des Entomologischen Vereins Krefeld um Dr. Martin Sorg, die mit dem NABU eng zusammen arbeiten, für einige Standorte einen Rückgang der Fluginsekten von bis zu 80 Prozent in den letzten Jahrzehnten feststellen. Dazu beigetragen habe auch das Verschwinden vieler blütenreicher Säume und  Wiesen.

Dies alles wirke sich fatal auf die Nahrungskette Boden-Pflanze-Insekten-Vögel aus und zwar offensichtlich nicht mehr nur auf Flächen in der freien Landschaft, sondern zunehmend auch in Gärten, wo nicht selten ebenfalls Pestizide eingesetzt und Staudenbeete immer öfter durch grobe Steinschüttungen ersetzt würden. Zusammen mit weiteren Ursachen wie Klimaveränderungen, Aufprall an Glasflächen, Jungvogel-Verluste durch Katzen, Vogelkrankheiten wie Usutu bei Amseln oder Trichomonadenbefall bei Finken  haben diese vielfältigen Ursachen zu einem spürbaren Rückgang der Vögel geführt. In Europa leben heute rund 450 Millionen Vögel weniger als noch vor drei Jahrzehnten und die Roten Listen werden immer länger, erklärt Kowalski. Um den qualitativen und quantitativen Verlust der Vögel aufzuhalten oder gar wieder umzukehren, reichten die bisherigen Anstrengungen der Politik zum Schutz der Biodiversität und insbesondere der Vögel nicht aus.

Der NABU blickt gespannt auf die Stunde der Wintervögel vom 6. bis zum 8. Januar 2017, bei der wie jedes Jahr die Vögel im Garten gezählt werden sollen. Die Vogelschützer hoffen auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um im Vergleich zu früheren Jahren die Bestandsentwicklung der Vögel statistisch erfassen und daraus Forderungen und Maßnahmen ableiten zu können.

Mehr zur Stunde der Wintervögel 2017 in NRW unter https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/sdw/, bundesweit unter www.stundederwintervoegel.de.


Stunde der Gartenvögel 09. bis 11. Mai 2014

Vom 09. bis 11. Mai ruft der Naturschutzbund (NABU) alle Naturfreunde wieder auf, eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder vom Balkon aus zu beobachten, zu zählen und zu melden. Nach dem Prinzip der „Citizen Science“, der Forschung für Jedermann, gilt: Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Die bundesweite Stunde der Gartenvögel findet 2014 zum zehnten Mal statt. Im Laufe der Jahre haben fleißige Vogelfreunde bereits fast zehn Millionen Vögel gezählt und Beobachtungen aus 270.000 Gärten eingesandt. Dabei zeigte sich leider, dass die Bestände typischer Siedlungsvögel wie Mauersegler, Mehlschwalbe und Zaunkönig um teils mehr als 30 Prozent abnahmen.

Der NABU Recklinghausen bietet wieder eine gemeinsame Zählaktion an. Am 10. Mai von 10 - 11 Uhr begleitet Ulrich Nickel vom NABU die Aktion, so dass Interessierte auch Fragen stellen können.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die man im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon oder über das Internet mitgeteilt werden. Weitere Information: www.stunde-der-gartenvoegel.de

Anmeldungen für die Teilnahme am 10. Mai nimmt Ulrich Nickel (Tel. 02361/25131) entgegen.

Datum: 10. Mai, 10 Uhr Ort: Forsthaus, Hohenhorster Weg 51  [ Text: U.Nickel, Bild: I.Z. ]


Stunde der Wintervögel Januar 2014

Welcher Vogel gewinnt das Rennen bei der Stunde der Wintervögel?

Das war eine der Fragen, die sich die Teilnehmer der Vogelzählung am 4. Januar 2014 am Forsthaus stellten. Kleine und große Naturführer notierten innerhalb einer Stunde die höchste Anzahl der Vögel, die sie gleichzeitig beobachten konnten. Kohl- und Blaumeisen machten ebenso auf sich aufmerksam wie Sumpf- und Weidenmeisen. Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Bachstelze und Rabenkrähen vervollständigten den Zählbogen. Ein Trupp vorüber fliegender Ringeltauben - acht an der Zahl - verbuchten an diesem Vormittag den Sieg. Ulrich Nickel informierte die Naturfreunde über die Intention dieser Aktion und begleitete die Beobachtungen fachlich. Stefan Wanske zeigte im zweiten Teil der Veranstaltung die Herstellung von Winterfutter und gab wertvolle Tipps rund um die Winterfütterung.

Zum vierten Mal veranstaltete der NABU die Stunde der Wintervögel, die langfristig Bestandstrends der häufigsten Standvögel ermitteln soll. Insbesondere Vögel aus dem hohen Norden gesellen sich im Winter zu den Vögeln, die die kalte Jahreszeit in Mitteleuropa verbringen. Durch die zunehmende Klimaerwärmung erwarten Ornithologen Veränderungen im Zugverhalten einiger Vögel. Der NABU kann dadurch Trends ableiten und entsprechende Schutzmaßnahmen einleiten.

[ Text: U. Nickel] [Bilder: Recklinghäuser Zeitung/Medienhaus Bauer]

 


Stunde der Wintervögel

Gemeinsames Birdwatching bei der Stunde der Wintervögel

Der NABU ruft zum vierten Mal vom 3. bis 6. Janur 2014 zur Aktion „Stunde der Wintervögel“ auf. Vogelfreunde sind eingeladen, Vögel zu zählen und die Ergebnisse dem NABU mitzuteilen.

 

Zur Aktion lädt der NABU Recklinghausen am Samstag, den 4. Januar um 10.00 Uhr ein, gemeinsam mit Vogelfreunden vom Forsthaus, Hohenhorster Weg 51, aus auf die Pirsch zu gehen und gleichzeitig interessante Informationen zur Winterfütterung von Vögeln zu erfahren.

Und so funktioniert die Aktion: Suchen Sie sich einen Platz, der sich gut zur Vogelbeobachtung eignet. Notieren Sie von jeder Art die höchste Zahl, die Sie im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten können. Das vermeidet Doppelzählungen. Am 4. Januar zählen die Vogelfreunde gemeinsam und teilen das Naturerlebnis miteinander. Das Besondere an der Aktion: Zu den Standvögeln, die das ganze Jahr über in Mitteleuropa bleiben, gesellen sich noch Vögel aus dem hohen Norden zu uns und bereichern die Vogelwelt. „So manche Seltenheit hat sich schon blicken lassen“, erklärt Ulrich Nickel, der die Aktion in Recklinghausen leitet.

Je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“ teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Die Aktion hilft, schleichende Veränderungen in der Vogelwelt festzustellen und über einen längeren Zeitpunkt Aussagen über die Entwicklung der Vogelwelt zu treffen. Eine besondere Qualifikation ausser dem Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig.

Passend zur kalten Zeit informieren Ulrich Nickel und Stefan Wanske über die Winterfütterung von Vögeln. Im Vordergrund steht natürlich die eigene Herstellung von Winterfutter.

Wer selbst an der Stunde der Wintervögel teilnehmen möchte, erhält weitere Informationen im Internet [ www.stundederwintervoegel.de ]. Dort ist beschrieben, wie die Beobachtungen zu melden sind.

Datum: 4. Janur 2014, 10.00 Uhr

Treffpunkt: Forsthaus, Hohenhorster Weg 51

Anmeldung: Ulrich Nickel (02361/25131, 0175/2478754, u.nickel@web.de ) oder Stefan Wanske (01777374018).