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Dienstag, 2018-12-18

Forsthaus im Spätherbst 2015

Die Betriebsamkeit am Forsthaus befindet sich noch auf hohem Niveau. Nach dem Weihnachtsmarkt werden die Aktivitäten an unserem Stützpunkt ein bisschen ruhen. Nur der Kopfweidenschnitt hinter den Mollbeckteichen verlangt noch eine große Kraftanstrengung. Dann kehrt endgültig Ruhe ein im und um das Forsthaus. Die Bäume werfen ihre Blätter ab; das Wasser in den kleinen Bächen plätschert vor sich hin. Der Eisvogel erspäht geduldig den Fisch und schießt wie ein Pfeil ins Wasser, um seine Lieblingsspeise zu fangen. Die Sonnenstrahlen blinzeln zwischen den Ästen hindurch und geben einen Bruchteil der Wärme ab, die sie im Sommer im Gepäck tragen. Die Vögel in unserem Garten sind scharf auf die Samenstände, die im Garten noch reichlich stehen. Unser Garten scheint für sie ein reich gedeckter Tisch zu sein. Kohl- und Blaumeisen hüpfen von Ast zu Ast. Das Rotkehlchen beobachtet das Geschehen uns nächster Nähe. Der Kleiber huscht kopfüber nach unten und pickt mit seinem Schnabel die überwinternden Insekten aus der Rinde des Baumes. Die Farben des Sommers im Garten sind dem Einheitsgrau des Winters gewichen. Die Natur lebt auf Sparflamme. Auch wir Menschen schalten einen Gang zurück und genießen die wohlige Wärme vor dem Kamin. So ist es: Die Lebhaftigkeit wird von der Ruhe abgelöst. Nur in der Ruhe liegt die Kraft. Und diese Kraft braucht die Natur, um wieder zu erwachen, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die längeren Tage ankündigen. Genießen wir die Ruhe. Wir haben es uns verdient, einen Gang zurückzuschalten. [ Text und Bilder: U. Nickel] Klick für große Bilder