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Mittwoch, 2017-12-13

RZ vom 22.12.2013

Recklinghäuser Zeitung 21.10.2013

 

Recklinghäuser Zeitung 21.10.2013

NABU-Nachwuchs gesucht

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RZ vom 18.03.2013


Winter auf der Streuobstwiese

RZ vom 19.12.2013

 

Investitionsprogramm für die Umwelt

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Hilfe für heimliche Gesellen

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Radtour mit den Grünen

Am Samstag, den 24.08.2013, erkundeten die Grünen im Rahmen einer Radtour mit dem Thema "Täler und Bäche" die derzeitige Situation im Recklinghäuser Süden und Osten. Die Route führte die Teilnehmer vom Rathaus aus fast durch das ganze Stadtgebiet: vom Hochlartal zum Hohenhorster Wald, über den Stadtteil Hillen, durch die Brandheide zum renaturierten Teil der Emscher und weiter durch das Becklemer Tal nach Suderwich. Ulrich Nickel und Landschaftsplaner Jürgen Karsch erläuterten den Teilnehmern die Ökosysteme Wasser, wiesen auf die ökologische Bedeutung der Gewässerpflege hin und betonen die Bedeutung der Biotopvernetzung. Ulrich Nickel wies auf die gelungene Renaturierung einiger Gewässerabschnitte hin, zeigte an der Emscher in Höhe Suderwich aber auf, dass die dort erfolgten Maßnahmen den Erwartungen des NABU nicht entsprechen. Zwar sei die Emscher aus dem Betonkorsett befreit worden. Diese Optimierung sei ein Fortschritt, könne aber nicht die Folgen beseitigen, die die Industrialisierung und der Bergbau im 19. Jahrhundert mit der Emscher angerichtet hätten.

[Text und Bilder U. Nickel]


Abschuss löst das Problem nicht

Der NABU hat mit Bestürzung zur Kenntnis genommen, dass an der Mollbeck sofort die “Flinte” zum Einsatz kommen soll, wenn dort mehr Kanadagänse auftauchen als zu anderen Zeiten des Jahres. Diese Forderung zeugt von der Unkenntnis der Personen, die den Abschuss der Kandagänse fordern.
Aus eigener Anschauung und regelmäßigen Besuchen wissen wir, dass ständig Gänse im Ökosystem Mollbeck leben und auch brüten. Maximal zwei bis vier Brutpaare ziehen hier ihre Jungen groß. Die Mollbeck verträgt diese Zahl der Gänse problemlos, ohne dass gleich sofort die Teiche umkippen und Schaden nehmen. Natürlich stellt der Kot der Gänse eine Gefahr für Ökosysteme dar, wenn die Zahl der Gänse um ein Vielfaches steigt. Dass sich zur Zeit so viele der Kanadagänse an der Mollbeck wohlfühlen, ist der Tatsache geschuldet, dass der Vogelzug eingesetzt hat und die Gänse in den ihr zusagenden Biotopen eine Rast einlegen. Kandagänse in unseren Breiten verbringen meist das ganze Jahr in ihrem Quartier. Verwandte aus Skandinavien ziehen nach Süden und machen hier Rast. Damit ist auch die große Zahl von Kanagänsen zu erklären, die zur Zeit an der Mollbeck zu sehen sind. Es handelt sich um Zugvögel, die nur kurz rasten und dann ihren Flug fortsetzen. Wenn jetzt Jäger und Angler einen Abschuss fordert, greifen sie in das natürlich Gleichgewicht der Natur ein.
Wir zeigen mit erhobenem Finger auf Länder wie Italien, Belgien, aber auch afrikanische Staaten und mahnen die hohen Abschusszahlen von europäischen Vögeln an, die hier als Zugvögel auftreten oder ihr Winterquartier beziehen. Wenn sofort in Deutschland der Einsatz der Jäger gefordert wird, verlieren wir Deutsche unsere Glaubwürdigkeit. Wir sollten unsere Hausaufgaben auch im eigenen Land machen, bevor wir uns als Besserwisser aufspielen.

Wir forderten die Beteiligten auf, nach anderen Lösungen zu suchen und nicht gleich nach der Flinte zu rufen. Leider haben wir als NABU keine rechtliche Handhabe, den Abschuss zu verhindern, weil die Kanadagänse zu den jagdbaren Tieren gehören. Wir erwarten, dass die Gänsejagd bis zu einer grundlegenden Novellierung des Landesjagdgesetzes umgehend ausgesetzt wird. Im Rahmen der Novelle muss dann unter anderem jegliche Jagd auf Wasservögel verboten werden und ein umfassender Gänsemanagementplan aufgestellt werden, der sich an den Bedürfnisse der Gänse orientiert. Aus Sicht der NABU ist der Abschuss von Gänsen überhaupt nicht geeignet, das Problem von Kot zu lösen. Alle bisher von Jägern beantragten und teilweise umgesetzten Vorschlägen zur Bestandsregulierung bringen lediglich mehr Störungen in Landschaft und Ökosysteme mit sich.

Wir gehen davon aus, dass sich dieses “angebliche” Problem in kurzer Zeit von alleine lösen wird. Die Natur besitzt genug dynamische Prozesse zur eigenen Regulierung.

[Text und Bild: U. Nickel]

 


Vögel zählen im Vest

Der Bericht der WAZ über die Zählung befindet sich hinter dem Link HIER