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Dienstag, 2018-12-18

10 Jahre Forsthaus - das Fest

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Seit zehn Jahren hat der NABU (Naturschutzbund) Recklinghausen am Forsthaus sein Domizil, während die Diakonie hier Hilfsbedürftigen eine vorübergehende Bleibe bietet. In einem kleinen Festakt ließen Vertreter des NABU, der Diakonie und Prominente die gemeinsame Zusammenarbeit Revue passieren. Interessierte Bürger besichtigten die Räume am Hohenhorster Weg und informierten sich über die gelungene Zusammenarbeit. Als Peter Erdmann an Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU, die Frage stellte, ob diese Kooperation zwischen Naturschutzverein und Wohnungslosenhilfe nicht einmalig sei, erklärte dieser: „Es existieren ähnliche Projekte. Ein solches ist etwas Besonderes und gibt es so bundesweit kein zweites Mal.“ Vertreter aller Recklinghäuser Ratsfraktionen zeigten durch ihr Kommen die Bedeutung dieses Projektes für die Festspielstadt. [ Text und Bilder: U. Nickel ]


Rückblick auf 10 Jahre am ALTEN FORSTHAUS

Einführung und Bericht!

Bilder mit Beschreibung zum Bericht!

Rückblick auf 10 Jahre NABU am Alten Forsthaus Hohenhorst.

Am 09.03.2005 unterschrieben die Aktiven des NABU Recklinghausen den Mietvertrag für ihr neues Domizil am Hohenhorsterweg. Damit begann eine Zeit des Planens, Einrichtens, Gestaltens und Bauens. Zu diesem Zeitpunkt war der neue Nachbar, die Diakonie Recklinghausen, schon ein ganzes Stück weiter. Im Hauptgebäude des Alten Forsthauses zog die Diakonie mit der Wohnungslosenhilfe der Stadt Recklinghausen ein.

Eine bis heute gut laufende Kooperation.

NABU-Stadt-Recklinghausen

Rückblick auf 10 Jahre ALTES FORSTHAUS HOHENHORST!

Was haben wir nicht alles geschafft? Wenn ich heute so zurückblicke, bin ich immer noch erstaunt, dass wir das Projekt so gut gemeistert haben.

Die Bilder sprechen für sich, eine große Herausforderung für die 2005 nur 10 Mann bzw. Frau starke Truppe. Ob Dachboden, Türen, Fenster, Räume, Wasser, Strom, Fußboden, Dach, Terrasse oder Außengelände - an allen Ecken und Kanten gab es was zu tun. Die vielen Stunden, die dabei zusammen kamen, hat keiner gezählt. Jeder hat sich so eingebracht und so viel gemacht, wie er zu leisten imstande war. Hilfe hatten wir zu Anfang von den Organisationen „Jugend in Arbeit“ und der „Jugendwerkstatt Recklinghausen“. Aber auch viele Recklinghäuser Firmen haben uns gesponsert, und zwar mit Material und Handwerksstunden, aber auch wenn Arbeiten anfielen, die wir selber nicht ausführen konnten.

Aller Anfang ist schwer. Erst mal musste alles raus. Müll, alte defekte Strom- und Wasserleitungen, alter aufgeweichter Parkettboden und tierische Bewohner mit langem Schwanz. Dank der Hilfe von Stefan landeten einige Container voller Schutt und Müll auf der Deponie.

Walter musste dann aufs das Dach steigen, weil es dringend eine Frühjahrskur brauchte. Mit einem Hochdruckreiniger bewaffnet schaffte er es, das Moos vom Dach zu spritzen. Eine echte Sauerei.

Da der Grundwasserspiegel sehr hoch liegt, musste um das Gebäude eine Drainage verlegt werden. Das Wasser speist nun den Teich, sehr zur Freude der dort lebenden Amphibien. Damit sind wir dann auch schon bei einem anderen Thema. Umweltbildung – dazu später mehr.

Stück für Stück wurde das Gebäude saniert und für seine neue Nutzung brauchbar gemacht. Aber auch da hat sich seit 2005 schon wieder einiges verändert. Wir schreiten voran, denn es gibt immer neue Ideen.

Nebenher hatten unsere jugendlichen Helfer noch Zeit und Spaß daran, dem alten Trecker einen neuen Anstrich zu geben. Es gab immer mal eine Zwangspause zwischendurch, wenn auf Material gewartet wurde oder wir uns nicht sicher waren, wie es weiter gehen sollte. Jeder brachte voller Freude und mit ganzem Einsatz eigene Ideen ein. Es gab aber auch im Außenbereich jede Menge zu tun. So wurde dann halt mal ein Beet angelegt. Die eine Giebelwand wurde begrünt. Heute wohnen dort Dompfaff und co. Die zweite Giebelwand hat das Kunststudio Welling gestaltet. Hinterm Haus ging es weiter. Wir stapelten Nisthilfen für Wildbienen, verlegten Terrassenplatten und pflanzten eine Hausbegrünung. Eine Vogelschutzhecke wurde um die Terrasse angelegt und Futterstellen für Wildbienen aufgestellt. Das erste Projekt im Rahmen Umweltbildung wurde dann gestartet. Dazu gehört der Barfußpfad, der mittlerweile auch schon überarbeitet wurde, das Anpflanzen von Weiden – Tippi/Tunnel und das Aufstellen eines Baumstammes zum Balancieren. Damit konnten wir dann 2006 mit unserem ersten Programm starten. Naturerfahrung im Wald, auf der Wiese, am Tümpel, Sinnes-Wahrnehmung auf dem Barfußpfad, an den Fühl- und Riechkästen, Artenkunde und vieles mehr gehörten zum umfangreichen Angebot . Kindergeburtstage, Klassenfeste, Projekttage - viele Hundert Recklinghäuser Kinder haben uns im Laufe der Jahre besucht.

Im Jahr 2006 ging die Entwicklung weiter. Wir gewannen neue Mitstreiter, die ihre neue Ideen einbrachten. Die Inspiration der „Neuen“ sorgte für einen weiteren Arbeitsschub. So wurde für das anfallende Regenwasser von Dach und Hof eine natürliche Ablaufrinne Richtung Teich gestaltet, für die Terrasse eine mobile Terrassenüberdachung angeschafft und aufgebaut. Sofort verfügten wir über ein grünes Klassenzimmer und errichteten eine Stelle für den Feuerkorb zum Stockbrotbacken.

Die Gruppe wuchs an. Die Schar der Aktiven stieg kräftig an. Es gründete sich eine Garten AG, die sich um die Außenanlage des NABU kümmert. Zu den erreichten Zielen gehören:

- ein Hochbeet für Tomaten und Gemüse, damit wir auch etwas ernten konnten und die Schnecken und Wühlmäuse nicht alles auffressen.

- die Anlage eines Duft- und Bienengartens, damit die Bienen unserer Imker gut versorgt sind,

- Kräuter und Wildkräuter zum Essen, Beerenobst zum Naschen und blühende Stauden für das Auge.

Und nicht zu vergessen: die zahlreichen kleinen Aktionen zum Thema “ Kunst im Garten.“ Seit zwei Jahren beteiligen wir uns auch offiziell am NABU-Projekt „Wir gärtnern ohne Torf.“

Auch im Bereich Umweltbildung haben wir uns mächtig entwickelt und vieles angestoßen. Wir haben folgendes angelegt: verschiedene Biotope, Trockenmauer, Totholzhaufen, Kompostbeet, Insektenhotel, Ruderalfläche, Sandhügel für Wespen und Wildbienen, unterschiedliche Nisthilfen am Gebäude. Im Innenbereich des Gebäudes ändert sich ständig etwas: Neuer Anstrich am Treppengeländer, neue Schränke zum Lagern von Material, Erstellung von Ausstellungs- und Informationswänden, Holzbackofen, Bau einer Vitrine für unsere Tierpräparate (die uns Bürger immer wieder zukommen lassen. Natürlich wurde dies bei der „Unteren Landschaftsbehörde“ registriert.

Auch im Außenbereich fallen ständig Arbeiten an. Langeweile kommt bei uns niemals auf. Wir überholten den Carport, entfernen ständig Wildwuchs. Die Biomasse wächst schneller, als wir sie bändigen können. Deshalb freuen wir uns immer über neue Mitstreiter! Ob in der Garten AG, Holz- und Bastel AG, Kindergruppe, als Obstwiesenpfleger, Krötenträger, Vogelbeobachter, Fledermausschützer, Insektenkundler, Wolfsbotschafter, oder Kräuterfee - der NABU Recklinghausen bietet viele interessante Sachen an, bei denen jeder mitmachen kann. Denn Mitmachen macht Spaß. Das können unsere Praktikantinnen bestätigen. Also nur Mut und einfach vorbeischauen. Bericht: Ute Kühler

Bilder: 10 Jahre Forsthaus

Ob Dachboden, Türen, Fenster, Räume, Strom, Wasser, Fußboden, Dach, Terrasse, Außengelände an allen Ecken und Kanten gab es was zu tun. Die vielen Stunden die dabei zusammen kamen, hat keiner gezählt, jeder hat geholfen so viel er konnte. Hilfe hatten wir zu Anfang von der Organisation „Jugend in Arbeit“, der „Jugendwerkstatt Recklinghausen“ und einigen Handwerksbetrieben die uns gesponsert haben. Mit Material oder auch Handwerksstunden, wenn Arbeiten anlagen, die wir selber nicht erledigen konnten. (Stromsicherungskasten, Glasbausteine einsetzen, Verputzen und Fliesenlegen.) Klick für große Bilder

Erst einmal aber hieß es: Alles muss raus. Müll, alter Parkettboden, Wasserleitungen, Stromkabel und Tierische Bewohner mit langem Schwanz. Klick für große Bilder

 

Auch das Dach brauchte eine Frühjahrs – Kur, also musste jemand aufs Dach steigen und mit einem Hochdruckreiniger das Moos vom Dach fegen. Eine echte Sauerei. Klick für große Bilder

 

Um das Gebäude musste eine Drainage gelegt werden, da der Grundwasserspiegel sehr hoch liegt. Das Wasser fließt nun in den Teich. Klick für große Bilder

 

 

Nachdem der alte Parkettboden entfernt war, habe unsere Leute Splitt hinein geschaufelt, auf dem dann als neuer Boden Gehwegplatten verlegt wurden. Klick für größere Bilder

 

 

Stück für Stück wurde so das Gebäude Saniert und für seine neue Nutzung brauchbar gemacht. Klick für größere Bilder

 

 

Nebenher hatten unsere Jugendlichen Helfer noch Zeit und Spaß daran dem alten Trecker einen neuen Anstrich zu geben. Klick für große Bilder

 

Es gab aber auch noch jede Menge im Außenbereich zu erledigen, z.B. Fassadengestaltung und Begrünung.   Klick für große Bilder

 

 

 

Giebelwand wurde vom Kunststudio Welling gestaltet. Hinter dem Haus ging es weiter. Klick für große Bilder

 

 

Legen von Terassenplatten

 

 

Gestaltung eines Barfußpfades. Weidentippi und Tunnel, Baumstamm zum Klettern und vieles mehr für unsere Besucher - Kinder. Klick für große Bilder

 

 

Natürliche Ablaufrinne für das Regenwasser von Dach und Hof zum Teich. Klick für große Bilder

 

 

Neue Mobile Terrassenüberdachung und Einweihung. Klick für große Bilder

 

 

Mit der Garten AG ein Hoch Beet für Tomaten und Gemüse, ein Duft und Bienengarten, Kräuter und Staudengarten. Ein Imker mit seinen Bienenvölkern. Und immer wieder auch kleine Aktionen in Sachen Kunst im Garten. Klick für große Bilder

 

 

Seit 2 Jahren beteiligen wir uns am NABU – Projekt Gärtnern ohne Torf.    Klick für große Bilder

 

 

Aber auch verschiedene Lebensräume zum Anschauen und zum Zweck der Umweltbildung wurden neu angelegt. Klick für große Bilder

Genauso ist es auch im Gebäude, dort ändert sich ständig was. Neue Schränke zum Lagern von Material. Ausstellung und Information Wände, eine Vitrine für unsere Tierpräparate die uns wohlmeinende Bürger immer wieder zukommen lassen. (Natürlich bei der Unteren Landschaft- Behörde Registriert.) Holzbackofen und so weiter. Also ein Besuch beim NABU Stadt Recklinghausen lohnt sich immer.      Klick für große Bilder

Auch unsere Praktikanten haben sichtlich Spaß